Weitenjagd in Slowenien

Domen Prevc gewinnt Skifliegen in Planica – Andreas Wellinger bester Deutscher

Foto: imago / Newspix

Domen Prevc überragt zum Auftakt seines Heimspiels in Planica und triumphiert zum Start des langen Skiflug-Wochenendes. Andreas Wellinger wird bester DSV-Skispringer.

Mit Sprüngen auf 232,5 und 230,5 Meter sicherte sich Domen Prevc den Sieg beim ersten von zwei Einzel-Skifliegen an diesem Wochenende zum Ende der Weltcup-Saison. Der Slowene erzielte am Freitagnachmittag insgesamt 471,4 Punkte und setzte sich damit gegen den Japaner Ren Nikaido durch, der auf 232 und 233 Meter (451,3 P.) kam. Den dritten Platz belegte Daniel Tschofenig aus Österreich mit 221,5 und 233,5 Metern (443,5 P.).

Schon nach dem ersten Durchgang lag Prevc vorne: Der 26-jährige Slowene, der schon seit drei Wochen als vorzeitiger Gesamtweltcupsieger feststeht, übernimmt mit seinem 14. Saisonsieg und dem 23. seiner Karriere auch die Führung im Kampf um die kleine Kristallkugel, die nach dem Finale am Sonntag für den separaten Skiflug-Weltcup vergeben wird.

Sturz im Finale: Embacher sorgt für Schrecksekunde

Trotz der schon im Vorfeld prognostizierten schwierigen Windbedingungen verlief der erste Wettkampftag im „Tal der Schanzen“ im Norden Sloweniens erstaunlich problemlos: Nachdem der Probedurchgang zuvor noch abgebrochen werden musste, beruhigten sich die äußeren Bedingungen pünktlich zum ersten Durchgang.

Nicht auf den Wind zurückzuführen war im Finaldurchgang ein schwerer Sturz von Stephan Embacher, der als Gesamtführender des Skiflug-Weltcups nach Planica angereist war. Nach dem ersten Durchgang mit 219 Metern auf dem neunten Platz gelegen, kam der 20-Jährige bei der Landung eines fulminanten Flugs auf 240 Meter zu Sturz und sorgte für eine echte Schrecksekunde. Doch Embacher hatte offenbar Glück im Unglück und ist nach ersten Informationen ohne Verletzungen geblieben.

Wellinger bester Deutscher

Andreas Wellinger belegte mit Weiten von 218,5 und 215,5 Metern als bester Deutscher den achten Platz und landete damit noch vor dem ehemaligen Skiflug-Weltmeister Karl Geiger, der sich mit starken 224,5 Metern im Finaldurchgang noch auf den zwölften Rang verbessert hat.

„Der achte Platz von Andi ist halbwegs okay. Karl hat mir ganz gut gefallen, speziell der zweite Durchgang“, analysierte Stefan Horngacher im ‚ZDF‘.

Nicht zufrieden war der Bundestrainer hingegen mit Olympiasieger Philipp Raimund, der bei seiner Premiere auf der „Letalnica“ mit 213,5 und 210,5 Metern nicht über den 28. Platz hinausgekommen ist. Pius Paschke komplettierte das durchwachsene Abschneiden der DSV-Skispringer als 24.

Am Sonntag startet um 8 Uhr zunächst der Probedurchgang, bevor um 09:30 Uhr (alles live bei skispringen.com) der letzten klassische Team-Wettbewerb der Saison mit vier Athleten je Nation über die Bühne geht.

Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

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Über Marco Ries 1007 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist und Autor (u.a. das Buch „Unnützes Skisprungwissen“).

2 Kommentare

  1. Liebe Redaktion: Wenn mich nicht alles täuscht ist der Teamwettbewerb aber am Samstag (nicht am Sonntag) und Sonntag dann der letzte Einzelwettbewerb…

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