Nach Olympia-Gold

Erster Skispringer überhaupt: Besondere Auszeichnung für Stephan Embacher

Foto: imago / Newspix

Stephan Embacher sorgt für eine Premiere: Dem Olympiasieger wird in seiner Heimat eine ganz besondere Ehre zuteil, die vor ihm noch kein Skispringer erhalten hat.

Olympiasieger Stephan Embacher hat die nächste besondere Auszeichnung erhalten: Der erst 20 Jahre alte Österreicher wurde am Samstag vom Kitzbüheler Ski-Club geehrt und ist nun der erste Skispringer, dessen Name eine Gondel der berühmten Hahnenkammbahn trägt.

Normalerweise sind es vor allem die Sieger der legendären Hahnenkamm-Rennen auf der Streif, die in Kitzbühel ihre eigene Gondel bekommen. Für erfolgreiche Mitglieder des Kitzbüheler Ski-Clubs gibt es allerdings eine weitere Möglichkeit: Wer Weltmeister oder Olympiasieger wird, darf sich ebenfalls über diese besondere Auszeichnung freuen.

Genau das ist Stephan Embacher bei den Olympischen Winterspielen im vergangenen Februar gelungen. Gemeinsam mit Jan Hörl gewann er im erstmals ausgetragenen Super-Team-Wettbewerb von Predazzo die Goldmedaille.

Embacher ist erster Skispringer mit eigener Gondel

Damit reiht sich der Tiroler in eine durchaus prominente Liste ein. Unter anderem besitzen auch Biathlon-Weltmeisterin Lisa Hauser, Langläufer Markus Gandler sowie die früheren Nordischen Kombinierer David Kreiner und Klaus Sulzenbacher eine eigene Gondel am Hahnenkamm.

Ein Skispringer wurde auf diese Weise allerdings noch nie verewigt. Embacher ist damit der erste Vertreter seiner Disziplin, dem diese Ehre zuteilwird. Zusätzlich erhielt der ÖSV-Springer das Ehrenzeichen des Vereins in Gold.

» Weltcup-Kalender 2026/2027 (Männer): Alle Termine im Überblick

Bei der Ehrung war unter anderem Gregor Schlierenzauer dabei. Der Rekord-Weltcupsieger begleitet Embacher inzwischen als Berater.

„Das ist heute eine sehr große Ehre für mich und ich bin sehr dankbar für die Unterstützung durch den Kitzbüheler Ski-Club“, erklärte Embacher.

Rasante Entwicklung innerhalb von zweieinhalb Jahren

Die Auszeichnung unterstreicht, wie rasant die Karriere des Österreichers zuletzt verlaufen ist. Erst am 3. Januar 2024 hatte Embacher beim Bergiselspringen in Innsbruck sein Weltcup-Debüt gefeiert. In der zurückliegenden Saison gelang ihm endgültig der Durchbruch in die Weltspitze.

Neben Olympia-Gold mit Hörl feierte der 20-Jährige im März beim Skifliegen in Vikersund seinen ersten Weltcupsieg. Die Saison beendete er auf dem sechsten Platz im Gesamtweltcup, bei der Vierschanzentournee hatte er zuvor bereits Rang drei erreicht.

Embacher spricht über gestiegenen Druck

Nach seinem kometenhaften Aufstieg verändern sich für Embacher nun allerdings auch die Voraussetzungen. Der 20-Jährige hat inzwischen seine Schulausbildung beendet und kann sich vollständig auf den Leistungssport konzentrieren. Gleichzeitig sind nach der erfolgreichen vergangenen Saison auch die Erwartungen deutlich gestiegen.

„Ich bin aus der Schule heraußen und habe jetzt einen völlig neuen Trainingsrhythmus. Es gibt mehr Medieninteresse und – im ersten Jahr nach meiner erfolgreichen Saison – mehr Druck“, erklärte Embacher während der Ehrung.

» Sommer-Grand-Prix 2026 (Männer): Alle Termine im Überblick

Der Olympiasieger weiß dabei genau, dass seine Leistungen aus dem vergangenen Winter nun zum neuen Maßstab geworden sind. Er sei sich sicher, „dass sich jeder erwartet, dass ich meine guten Leistungen bestätige. Aber so einfach, wie es von außen scheint, ist es nicht.“

Keine Neugikeiten mehr verpassen – Skisprung-News direkt aufs Handy: Jetzt kostenlos WhatsApp-Kanal von skispringen.com abonnieren!

skispringen.com-Newsletter

Aktuelle Nachrichten, spannende Hintergrund-Informationen und Veranstaltungs-Hinweise per E-Mail abonnieren. Weitere Informationen zum Newsletter und Datenschutz

Schreiben Sie jetzt einen Kommentar

Kommentar schreiben

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


*