Stephan Embacher fliegt in Vikersund souverän zum ersten Weltcupsieg seiner Karriere und übernimmt die Gesamtführung der Skiflug-Wertung. Auch zwei DSV-Skispringer landen bei der Weitenjagd in Norwegen in den Top Ten.
Mit Sprüngen auf 232 und 225 Meter sicherte sich Stephan Embacher den Sieg beim ersten von zwei Wettbewerben an diesem Wochenende in Vikersund. Der Österreicher erzielte am Samstagabend insgesamt 459,1 Punkte und setzte sich damit gegen den Japaner Tomofumi Naito durch, der auf 240 und 230 Meter (446,8 P.) kam. Den dritten Platz belegte der Norweger Johann Andre Forfang mit 239 und 224 Metern (443,7 P.).
Den Grundstein zum ersten Weltcupsieg seiner Karriere legte Embacher schon im ersten Durchgang: Der 20-Jährige führte das Feld zur Halbzeit noch vor Forfang und Domen Prevc an. Der slowenische Gesamtweltcup-Sieger ließ im zweiten Durchgang dann überraschend Federn und fiel mit 218,5 Metern noch hinter den Norweger Isak Andreas Langmo (4.) auf den fünften Platz zurück.
Wellinger und Geiger in den Top Ten
Die deutschen Skispringer waren im Kampf um die vorderen Plätze ähnlich wie schon in der Qualifikation am Freitag nur Nebendarsteller: Als bester DSV-Skispringer belegte Andreas Wellinger mit 227 und 219 Metern den siebten Platz. Knapp dahinter landete auch Karl Geiger als Neunter noch in den Top Ten.
Philipp Raimund verbesserte nach 214,5 Metern im ersten Durchgang seine persönliche Bestweite noch auf 225,5 Metern, kam damit aber nicht über den 18. Platz hinaus. Daneben sammelte Pius Paschke als 26. weitere Weltcuppunkte.
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Am Sonntag startet um 15:45 Uhr zunächst die Qualifikation, bevor ab 17:15 Uhr (alles live bei skispringen.com) dann der zweite Wettkampf des Wochenendes startet.

Bei „Resultat“ sind die Frauenergebnisse.
Dieser Tomofumi Naito ist ein absolutes Phänomen!!! Gewinnt beim ersten Start überhaupt von einer Flugschanze mit sensationellen Weiten den Teamtitel der WM in Oberstdorf, wird beim zweiten Skifliegen seines Lebens am Kulm Vierter, gewinnt dann mal eben in Oslo seinen ersten Weltcup von der Grossschanze und nun bei dem zweiten Start von einem Monsterbakken Rang zwei. Unfassbar. Bin gespannt auf morgen und auf Planica. Was der immerhin 33jährige Senkrechtstarter da wohl hinkriegt…
Vor allem weil einer der Erfolge mit geliehenen Skiern stattfand.
Das Gate hopping nervt inzwischen extrem. Besonders bei Prevc. Der wird so tief losgelassen das er bei 220 Meter runter kommt. Dazu im ersten Durchgang wohl zu niedrig angefahren und nach den zehn nominell schwächsten Springern geht’s plötzlich hoch.
im zweiten Durchgang praktisch nach jedem Sprung über 230 ging es auch runter. Nicht mehr schön, macht nicht mehr wirklich Spaß nur auf die Punkte und nicht auf die Weite zu schauen.
Eigtl. war’s ja mal gedacht, damit man bei grundhaft(!) anderen(!) Bedingungen weitermachen kann. Und nicht, um von „Mann zu Mann“ wegen 0,1 km/h zu jonglieren. Weil es ja nicht nur die Weite beeinflusst sondern auch Kompensationspunkte.
Pardon, aber mit den Jury-Entscheidungen 2025/26 (einschl. Nasenpolitik?) hadere ich oft: die haben in früheren Jahren oftmals besseres geleistet!
Das geht (besonders diese Saison) komplett flöten. Am Schluss war man bei -5 heute in Gegensatz zum ersten Springer (zweiter Durchgang) und das Gate sollte ja mal an den besten gemessen sein,aber die komplette Saison haben wir nur noch Gate Hopping.
Hat mich echt gefreut heute für Embacher, und auch dass Naito seine starken Leistungen bestätigen konnte. Um zur Abwechslung mal etwas positives zur Wettkampfleitung zu erwähnen: Sie scheinen wenigstens aus dem Trauerspiel in Oberstdorf gelernt zu haben. Ansonsten wieder desolater Auftritt.
Ich finde übrigens, dass Eisenbichler bei Eurosport deutlich aufzeigt, was für eine inkompetente Grütze Schuster und vor allem Leinauer da den ganzen Tag so verzapfen. Ich hoffe, ihn in Zukunft öfter dort zu hören
Schuster ist immer noch besser als Hannawald in der ARD. Dem würde ich am liebsten den Ton abdrehen.
In letzten drei Springen, war immer ein Neuling ganz oben auf dem Podest. Glückwunsch 🙂