Es hätte ein glanzvoller Schlusspunkt einer großen Karriere werden sollen, doch ausgerechnet beim letzten Olympia-Springen ihrer Karriere scheidet Katharina Schmid mit Windpech schon nach dem ersten Durchgang aus.
Die Premiere der Frauen auf der olympischen Großschanze endete für Katharina Schmid in einer tiefen Enttäuschung. Bei ihrem letzten Wettkampf auf der ganz großen Bühne schied die siebenfache Weltmeisterin bereits nach dem ersten Durchgang aus.
In einem von wechselhaften Bedingungen geprägten Springen im Stadio del Salto von Predazzo kam die Oberstdorferin lediglich auf 96,5 Meter – das reichte nur für den 42. Platz. „Dass es jetzt so endet, ist natürlich hart. Es tut sehr, sehr weh. Ich hätte gerne noch einen zweiten Sprung gehabt, um mich vielleicht ein bisschen anders hier zu verabschieden, aber es gehört dazu“, sagte Schmid, die ihre Karriere nach dieser Saison beenden wird.
Schlechte Bedingungen, schlechter Sprung
Bei ihrem Versuch hatte die 29-Jährige auch mit vergleichsweise schwierigen Bedingungen zu kämpfen – als Ausrede wollte sie das aber nicht zählen lassen. „Ich weiß nicht, ob mir heute bessere Bedingungen geholfen hätten, weil der Sprung war auch nicht gut. Irgendwie wollte es heute einfach nicht.“
„Froh, dass Familie und Freunde da sind. Die brauche ich heute“
„Ich bin ganz froh, dass heute meine ganze Familie und Freunde da sind. Ich glaube, die brauche ich heute“, gab sie sichtlich emotional einen Einblick in ihre Gefühlswelt. Der Fokus liegt nun ganz auf der privaten Verarbeitung dieses emotionalen Tages: „Nach heute bin ich einfach mal froh, nach Hause zu gehen und einfach mal Pause zu machen.“
Doch auch wenn das olympische Kapitel ihrer Karriere mit einem 42. Platz ein unrühmliches Ende fand, ist die sportliche Reise der Katharina Schmid noch nicht ganz vorbei. Ein großes Ziel hat sich die erfolgreichste deutsche Skispringerin für ihre Abschiedstournee noch fest vorgenommen. „Planica, Skifliegen. Ich freue mich einfach mega darauf, dass wir die Chance kriegen, und ja, das wird mein Highlight werden“, blickte sie trotz des aktuellen Frusts voraus.
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Einfach nur bitter für eine der ganz Großen, zumal das aufhören in’s Haus steht. Wer weiter macht, hat wieder chancen: Da gibt es ein nächstes mal; hier nicht.