Sommer-Grand-Prix in Courchevel

Philipp Raimund verpasst Sieg zweimal nur knapp - und weiß genau, woran es lag

Foto: imago / GEPA

Philipp Raimund beendet das Wochenendes des Sommer-Grand-Prix in Courchevel mit zwei zweiten Plätzen. Der Olympiasieger sieht trotz der starken Ergebnisse noch Verbesserungspotenzial – und erklärt, warum es nicht für den Sieg gereicht hat.

Philipp Raimund hat beim Sommer-Grand-Prix in Courchevel erneut seine starke Form unter Beweis gestellt. Wie schon am Samstag belegte der Olympiasieger auch am Sonntag den zweiten Platz und musste sich erneut nur dem Österreicher Daniel Tschofenig geschlagen geben.

Dadabei war Raimund am Sonntag ganz nah dran am Sieg. Nach 123 Metern im ersten Durchgang steigerte sich der Deutsche im Finale auf 132 Meter. Mit insgesamt 277,1 Punkten fehlten ihm am Ende lediglich 1,2 Punkte auf Tschofenig, der mit 278,3 Punkten seinen zweiten Sieg an diesem Wochenende feierte.

Für Raimund überwiegt trotz des erneut knapp verpassten Sieges die Zufriedenheit. „Ich bin mit heute sehr zufrieden“, erklärte der 26-Jährige nach dem Wettkampf.

Landung kostet Raimund den erhofften Sieg

Ganz zufrieden war Raimund mit seinem zweiten Sprung allerdings nicht. Insbesondere bei der Landung sah er den entscheidenden Unterschied zum späteren Sieger. „Heute war es ein bisschen von der Landung her leider nicht so, dass es mir ganz so reingepasst hat, dass es am Ende noch für einen Sieg gereicht hat“, sagte Raimund.

Trotzdem fällt sein Fazit zum gesamten Wochenende eindeutig positiv aus. Zwei zweite Plätze gegen ein stark besetztes Teilnehmerfeld sind für den Olympiasieger ein wichtiger Beleg dafür, dass die Arbeit der vergangenen Wochen Früchte trägt. „Ich muss sagen, insgesamt bin ich mit dem Wochenende sehr zufrieden“, betonte Raimund.

Exakt wie im vergangenen Jahr

Bemerkenswert ist zudem der Vergleich zum vergangenen Sommer: Auch 2025 war Raimund in Courchevel bei beiden Einzel-Wettbewerben auf dem zweiten Platz gelandet. „Es hat tatsächlich genauso angefangen wie letztes Jahr auch“, stellte Raimund fest.

Dass es erneut nicht für den Sieg gereicht hat, beschäftigt ihn allerdings nicht übermäßig. Vielmehr sieht der Deutsche die Ergebnisse als Bestätigung und gleichzeitig als Motivation, weiter an sich zu arbeiten. „Ich glaube, es ist gut zu sehen, dass ich noch ein paar Aufgaben vor mir habe, dass ich auf jeden Fall noch Potenzial habe zum besser werden“, erklärte Raimund.

„Ich muss noch ein bisschen was arbeiten“

Für den Olympiasieger ist die aktuelle Situation durchaus beruhigend. Er weiß, dass seine Sprünge noch nicht perfekt sind – gleichzeitig reicht sein derzeitiges Niveau bereits für Podestplätze im Sommer-Grand-Prix.

„Ich weiß, ich muss noch ein bisschen was arbeiten“, sagte Raimund. Gleichzeitig sei es wichtig zu sehen, „dass es trotzdem nach wie vor auf einem guten Potenzial ist und ich auch nach wie vor gut performen kann“.

Erst einmal Urlaub, dann Klingenthal

Nach dem intensiven Sommerprogramm steht für Raimund nun zunächst Erholung auf dem Plan. „Jetzt geht’s in den wohlverdienten Urlaub nach dem ganzen Sommerstress“, sagte der Olympiasieger.

Anschließend warten weitere Trainingseinheiten, ehe der nächste Wettkampf auf heimischem Boden stattfinden. „Ich freue mich dann vor allem auf die nächsten Lehrgänge und dann auch auf den nächsten Wettkampf, bei denen wir dabei sind, in Klingenthal.“ Das Wochenende im rumänischen Rasnov Ende September werden die deutschen Top-Athleten auslassen.

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