Domen Prevc sichert sich in Willingen souverän seinen nächsten Sieg. Bei ihrem Heimspiel überraschen die deutschen Skispringer um den drittplatzierten Karl Geiger mit gleich drei Athleten unter den Top Ten.
Mit Sprüngen auf 146,5 und 155 Meter sicherte sich Domen Prevc am Samstagabend den Sieg beim vorletzten Einzelspringen im Vorfeld der Olympischen Winterspiele. Der in diesem Winter überragende Slowene setzte sich mit insgesamt 264,2 Punkten deutlich gegen den Japaner Ren Nikaido durch, der auf 145 und 147 Meter (242,2 P.) durch. Auf dem dritten Platz landete vor heimischem Publikum überraschend Karl Geiger mit Weiten von 140,5 und 142 Metern sowie 237,8 Punkten.
Den Grundstein zu seinem bereits zehnten Weltcupsieg in dieser Saison und dem 19. seiner Karriere legte Prevc schon im ersten Durchgang: Der frisch gekürzte Skiflug-Weltmeister führte das Feld vor 22.000 Zuschauern an der Mühlenkopfschanze nach dem ersten Durchgang vor dem überrraschend starken Karl Geiger an, der seine aufsteigende Formkurve von der zurückliegenden Skiflug-WM auch in Willingen bestätigen konnte.
Drei Deutsche vorne dabei
Knapp eine Woche vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo präsentierten sich die deutschen Skispringer insgesamt deutlich formverbessert. Neben Geiger, der die Olympia-Norm knapp verpasst hat und bei den Titelkämpfen in Predazzo daher nicht dabei sein wird, überzeugten auch Felix Hoffmann als Vierter sowie Andreas Wellinger als Sechster.
Hoffmann lag nach der für ihn eher durchwachsenen Skiflug-WM zur Halbzeit noch auf dem sechsten Platz und verbesserte sich mit einem starken Finalsprung auf 144,5 Meter dann noch um zwei Plätze. Auch Wellinger bestätigte seine aufsteigende Formkurve und sicherte sich beim vorletzten Einzelspringen vor den Winterspielen sein bislang bestes Saisonergebnis.
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„Das waren heute zwei ordentliche Sprünge wieder mit Vertrauen, das hat Spaß gemacht“, freute sich Felix Hoffmann. „Das ist schwer in Worte zu fassen. Die lange, harte Arbeit hat sich gelohnt. Wir haben viel durchgemacht“, ergänzte Andreas Wellinger auch in Hinblick auf Teamkollege Geiger.
Fettner bester Österreicher
Nicht optimal verlief der zweite Wettkampftag im Sauerland hingegen für die österreichischen Skispringer: Einen Tag nach dem verpassten Podest im Mixed überzeugte aus der Mannschaft von Cheftrainer Andreas Widhölzl nur Manuel Fettner, der als fünfter sein zweitbestes Saisonergebnis erzielt hat – trotzdem wird der Routinier in der letzten Saison seiner Karriere die anstehenden Olympischen Winterspiele verpassen. Neben ihm landete nur. Daniel Tschofenig (10.) unter den Top Ten.
Noch enttäuschender verlief das erste von zwei Einzelspringen an diesem Wochenende für die Norweger, die nur durch Kristoffer Eriksen Sundal (7.) unter den Top Ten vertreten waren. Skiflug-Vizeweltmeister Marius Lindvik musste sich auf der größten Großschanze der Welt hingegen mit dem 22. Platz zufrieden geben.
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Hinter Sundal erzielte Vladimir Zografski aus Bulgarien als Achter einen kleinen Achtungserfolg, gefolgt vom zweitbesten Japaner Ryoyu Kobayashi (9.).
Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

Ließe sich Karl Geiger eigentlich noch nachnominieren, wenn sich die Formstabilisierung heute bestätigt?
Ich hatte ja schon in Japan das Gefühl, jetzt wäre er auf dem Weg und ein fünfter Springer dabei wäre doch möglich.
Lieber nicht!!! Ich hoffe Geiger wird seine Karriere beenden und das wäre auch gut so! Wir alle wollen gute und junge Springer sehen! Gruß an alle euer Peter-Karl mit Bier und Hartz4 !!!
Sie haben Ihre Karriere wohl auch schon vorzeitig beendet?
Du beendest Deine Karriere als nutzloser Kommentierer hier auch besser
Ich finde den Kommentar überhaupt nicht nutzlos. Vielleicht sollten Sie lernen andere Meinung zu akzeptieren und diese nicht als „nutzlos“ darstellen zu versuchen nur weil es IHNEN nicht passt!
was fürn Opfer bist du eigentlich?
Mich würde interessieren was solche Kommentare hier sollen außer Beleidigen. Ihre Worte sprechen nicht gerade für einen hohen Intellekt noch tragen sie irgendwas zu einer Diskussion bei. Das Wort Opfer in diesem Kontext zu verwenden ist schlicht und ergreifend armselig.
Was soll das ich verstehe das Gezetere nicht man sollte die Alten einfach zu Hause lassen und wenn man keine neuen Talente ranziehen kann dann sollten die Alte aufhören und vor allem das Schönreden geht Mir als Fan auf den S.
. Also Geiger, Willingen, Paschke macht doch einfach Feierabend es hat doch keinen Arsch mehr aber Ihr könnt es einfach nicht auch wenn Ihr Scheissleistung bringt und dann doch noch mal kommt dann wird gleich wieder rein Fass aufgemacht wir sind doch noch die Größten einen Scheiss sind wir aber Reden können nicht nur unsere scheiß Poliiker nein auch der Bundestrainer und seine Reporter macht weider so dan sehen wir von unseren alten Säcken garnichts mehr und dabei waren wir mal so,so,so, stark aber das ist lange her also Herr Geiger Wllinger Pascke hört ehrlich auf dann hört auch das Geqatsche auf und der Sport wird wieder schön.
Edgar, waren Sie 23 Uhr betrunken oder unter Substanzen? Abgesehen von Beleidigungen haben Sie auch extreme Probleme mit unserer Sprache / Verständlichkeit. Auch für Sie gilt Ihr Wunsch: Wenn man’s nicht kann, sollte man’s sein lassen!
Nachdem er keinen Namen richtig schreiben kann, tippe ich eher auf eins von beidem.
Hätte hätte Fahrradkette. Heute weiß man von gestern, aber nicht von morgen.
Unsportlich, aber der Wind springt mit jedem (anders) mit.
Wieoft wurde früher unter-/abgebrochen, wo heute oft die Sportmathematik hilft.
Wir sollten aber trotz menschlicher Sympathieunterschiede weder a) Leute nach dem zweiten guten Sprung in den Himmel heben, noch b) auf andere in Formkrisen eintreten. Auch die Schelte gegen Horngacher ist oft ungerecht; er geht sowieso. Und gerade Schuster kann auch dem Laien die Trainer(an)sicht erklären, die der Laie (oft) nicht hat bzw. haben kann. Die Zeit ist eben in vielen Dingen enorm weitergegangen und Ammann und Kasai die wohl letzten einer älteren Zeit. In meiner Kindheit war zwar nicht mehr Recknagel, aber Wirkola und Raska der Maßstab – die kämen definitiv mit dem heutigen „Mechanismus“ nicht mehr mit… Manchmal sollten wir einfach am Ort oder Monitor objektiver als „fan-Touristen“ oder „Sofa-Bundestrainer“ sein.
Prevc ist echt unfassbar derzeit. 155 Meter in Willingen sind absurd. Klar, er hatte keinen schlechten Wind, aber er sprang auch mit verkürztem Anlauf. Und der Sprung war nicht mal zu 100% perfekt.
Freue mich riesig für Geiger, seine Sprünge sahen heute endlich mal stabil aus. Schade, dass der Umschwung zu spät kommt.
Einfach geil der Domenator und Nikaido!!! Man sollte aber fairerweise erwähnen,dass Geiger und Wellinger 2mal absolutes Windglück hatten,wo andere massiv Pech hatten. Es wäre interessant zu sehen,was beide wirklich leisten können,wenn sie morgen nicht so gute Bedingungen haben…
Sorry, aber Nikaido hat in den letzten Wochen das größte Windglück überhaupt gehabt!!!
Lieber soll ein sympathischer Nikaido das ganze Jahr Windglück haben, als einer der Österreicher.
@Schanzenrekord: stellen Sie sich vor, dass weiss ich selber und ich habe auch nirgendwo das Gegenteil behauptet.
Jetzt darf man sich noch nicht mal mehr für Springer anderer Nationen freuen…
Schon mal auf die Tabelle geschaut? Wenn man die Werte von Geiger und Wellinger mit denen von Nikaido vergleicht, hatten sie eher „Pech“! Gerade bei Japan brauchen wir über Glück echt nicht reden
Naja, Nikaido hatte zweimal -20, Geiger -12 und -21 und bei den -12 hatte er trotz schlechterer Noten den für sich besseren Durchgang. Wellinger -13 und -16. Klar waren bei anderen die Bedingungen schlechter, aber nicht bei allen. Ich würde das nicht so kritisch sehen.
Man oh man das war so klar. Der erste Kommentar hier ist, das war Windglück. Zum kotzen ehrlich. Bestimmt hatten sie kein Pech, aber einfach mal Glückwunsch sagen, das schafft so einer wie du nicht.
Ich bin hier ein großer Kritiker der immer auch negativ ist, wenn es nicht läuft. Ich finde auch, dass Horngacher das DSV Team echt runtergewirtschaftet hat.
Aber heute das war cool. Damit war nicht zu rechnen. Tolle Leistung der deutschen Mannschaft und für Karl Geiger freut es mich sehr. Ich hoffe der turn around ist jetzt geschafft. Macht weiter so.
@g: wie oft wird lautstark geschimpft wenn andere Windglück hatten und die Deutschen nicht… Dann darf man es auch mal sagen,wenn die Deutschen Glück hatten,oder???
Es ist ihr Problem,wenn Ihnen das nicht passt…
Sie hatten zumindest kein explizites Pech und waren bis auf Paschke alle im höheren Bereich der Abzüge:
NIKAIDO Ren -40,1
AIGNER Clemens -36,8
KOBAYASHI Ryoyu -34,6
OESTVOLD Benjamin -34,3
GEIGER Karl -33,7
MAATTA Jarkko -33
KRAFT Stefan -32,9
COLBY Jason -31,1
WELLINGER Andreas -28,9
PREVC Domen -28
INSAM Alex -27,1
HOFFMANN Felix -25,1
OBLAK Rok -24,3
RAIMUND Philipp -23,5
TSCHOFENIG Daniel -22,8
NAITO Tomofumi -22
LANISEK Anze -21,7
FETTNER Manuel -21
KYTOSAHO Niko -20,5
FORFANG Johann Andre -17,5
AMMANN Simon -16
BICKNER Kevin -13,5
PASCHKE Pius -13,1
ZOGRAFSKI Vladimir -12,5
SATO Yukiya -8,2
SUNDAL Kristoffer -2,5
LINDVIK Marius -1,4
Felix Hoffmann lag auf dem sechsten Platz nach dem ersten Durchgang, und hat Wellinger und Fettner noch überholt.
Das war mal wieder ein Wettbewerb, der aus deutscher Sicht sehr Spaß gemacht hat, auch wenn das Wettkampfmanagement erneut seine Unfähigkeit unter Beweis gestellt hat (Durchgang 1: Gate 8 bei leichten Pluspunkten; Durchgang 2: Gate 12 bei mehr als 15 Minuspunkten). Trotzdem muss man sagen, dass die Olympia-Qualifikation die reinste Farce ist. Statt Athleten wie Fettner, Geiger oder Granerud, die unter Umständen um Medaillen springen würden, nehmen Athleten wie Palossari teil, die es in über 20 Wettbewerben nicht schaffen, auch nur einen einzigen Punkt zu holen (ich habe den jetzt als Beispiel genommen, weil ich ehrlich gesagt nicht begreife, wieso die Finne den nominiert haben). Das kann nicht im Sinne von Olympia sein…