Beim Weltcup auf dem traditionsreichen Holmenkollen in Oslo hat es im ersten Durchgang mehrere prominente Namen erwischt. Sowohl Domen Prevc als auch Philipp Raimund verpassten überraschend den Finaldurchgang.
Der Gesamtweltcup-Sieger Prevc kam auf 117,5 Meter und belegte damit lediglich Rang 42. Etwas weiter flog Raimund mit 119 Metern, doch auch der Deutsche blieb als 36. klar außerhalb der Top 30.
Damit gehörten zwei bekannte Springer zu einer ganzen Reihe von Athleten, die bereits nach dem ersten Durchgang die Segel streichen mussten. Unter anderem erwischte es auch Benjamin Oestvold (Norwegen), Valentin Foubert (Frankreich) und Vladimir Zografski (Bulgarien).
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Die Situation wirkte dabei durchaus ungewöhnlich: Noch am Freitag hatte die Qualifikation am Holmenkollen unter schwierigen und wechselhaften Windbedingungen stattgefunden. Im Wettkampf am Samstag präsentierte sich der Wind dann eigentlich deutlich stabiler.
Prevc: „In einer Saison gibt es eben auch Tage wie diesen“
Prevc sah nach seinem Sprung eine Mischung verschiedener Faktoren. „Es war eine Kombination vieler Dinge. Mein Sprung am Schanzentisch hat sich eigentlich sogar besser als gestern angefühlt, aber vielleicht war ich im zweiten Teil zu aggressiv. Dann war der Sprung für mich so schnell vorbei, dass ich nicht mehr in den für den zweiten Durchgang nötigen Weitenbereich gekommen bin. Für morgen muss ich mich besser vorbereiten“, erklärte er im Anschluss.
Der Slowene ordnete die ungewöhnliche Situation dennoch gelassen ein. „Heute hatten viele Leute aus den Top Ten Probleme, die eigentlich großartig springen. Aber es ist ein Outdoorsport und ich muss daraus lernen. In einer Saison gibt es auch Tage wie diesen.“
Raimund ärgert sich über Rückschlag im Gesamtweltcup
Auch Raimund analysierte seinen Sprung sehr konkret: „Ich war einfach zwei Meter zu spät. Das war eines der Probleme, das mich komplett rausgebracht hat. Ich fand es schade, dass es keinen Probedurchgang gab, den hätte ich gerne noch mitgenommen, weil Oslo eine nicht ganz so einfache Schanze ist“, sagte er der ‚ARD‘.
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Der Deutsche verwies zudem auf die speziellen Anforderungen der Anlage: „Man braucht hier ein Quäntchen Glück, auch wenn die Windpunkte das gar nicht so anzeigen. Es war heute wesentlich besser als gestern, aber so schnell kann’s gehen.“
Für Raimund ist das frühe Aus auch im Hinblick auf seine Saisonziele ärgerlich. „Nach dem Olympiasieg habe ich mir vorgenommen, unbedingt noch den Weltcupsieg zu holen. Das hab ich dann gemacht und mir das neue Ziel gesucht, im Gesamtweltcup noch unter die Top-3 zu kommen. Das hat heute nicht gerade dazu beigetragen, Punkte zu machen.“
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Überraschend in Führung lag nach dem ersten Durchgang der Österreicher Maximilian Ortner, der sich mit 132 Metern knapp gegen den Schweizer Gregor Deschwanden durchgesetzt hat. Im Finaldurchgang entwickelte sich dann ein spannendes Duell, das der Schweizer für sich entschieden und damit den ersten Weltcupsieg seiner Karriere erzielt hat.
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