Der deutsche Skisprung-Sport trauert um Helmut Kurz. Der ehemalige Bundestrainer und erfolgreiche Tournee-Springer ist bereits Ende Juli im Alter von 89 Jahren verstorben.
Wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Mittwoch mitteilte, starb Kurz bereits am 23. Juli. Der Verband würdigte den langjährigen Wegbegleiter des deutschen Skisports mit bewegenden Worten: „Wir verneigen uns vor Helmut Kurz, der sich um den Skisport in Deutschland und im DSV verdient gemacht hat.“
Kurz war nicht nur als Trainer, sondern bereits als aktiver Skispringer eine bekannte Größe. Der gebürtige Bad Reichenhaller startete für den SK Berchtesgaden und gehörte in den späten 1950er- und 1960er-Jahren zur deutschen Spitze. Seinen wohl größten Erfolg feierte er bei der Vierschanzentournee 1959/1960: Beim Auftaktspringen in Oberstdorf belegte er hinter dem späteren Tourneesieger Max Bolkart und dem Österreicher Albin Plank den dritten Platz. In der Gesamtwertung beendete Kurz die Tournee auf dem fünften Rang.
Auch bei den deutschen Meisterschaften konnte der Springer aus Berchtesgaden auf sich aufmerksam machen. 1959 wurde Kurz Vizemeister, ein Jahr später holte er erneut einen dritten Platz.
Insgesamt nahm er an zahlreichen Ausgaben der Vierschanzentournee teil und erreichte dabei mehrfach Platzierungen unter den besten 20.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wechselte Kurz auf die Trainerseite. Von 1977 bis 1980 betreute er die deutsche Skisprung-Nationalmannschaft als Bundestrainer. Später übernahm der erfahrene Coach auch Verantwortung für die Nordischen Kombinierer des DSV. Seine Trainerlaufbahn setzte er zudem im Nachwuchs- und Vereinsbereich fort und arbeitete unter anderem als Heimtrainer von Michael Uhrmann.
Seine Verbindung zum Skisport riss auch im hohen Alter nicht ab. Der SK Berchtesgaden ernannte Kurz bereits 2002 zum Ehrenmitglied.
Helmut Kurz hinterlässt vor allem als Athlet und Trainer Spuren in einer Zeit, in der der Sport noch weit von den heutigen professionellen Strukturen entfernt war.

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