Beim sogenannten "Einfliegen"

Horror-Sturz beim Skifliegen in Planica: Skispringer ins Krankenhaus eingeliefert

Das Skifliegen in Planica zum Weltcup-Finale startet mit einem Schock-Moment: Ein slowenischer Skispringer kommt beim „Einfliegen“ so schwer zu Sturz, dass er nun ins Krankenhaus gebracht wird.

Das lange Skiflug-Wochenende auf der „Letalnica“ in Planica hat am Mittwochvormittag mit einem dramatischen Zwischenfall begonnen. Während der traditionellen Testläufe, dem sogenannten „Einfliegen vor dem offiziellen Weltcup-Start, ereignete sich bereits im ersten Durchgang ein schwerer Sturz, der die Anwesenden kurzzeitig den Atem anhalten ließ.

Der slowenische Skispringer Nik Heberle verlor unmittelbar nach dem Absprung im Bereich des Vorbaus die Kontrolle über sein Flugsystem und prallte hart auf den Aufsprunghügel der gigantischen Flugschanze.

Testsprünge zunächst unterbrochen

Nach dem Aufprall rutschte Heberle den restlichen Hang der Schanze hinunter und blieb im Auslauf liegen. Die medizinischen Einsatzkräfte reagierten sofort und leisteten auf dem Schanzengelände erste Hilfe. Der 21-Jährige musste schließlich mit einem Rettungsschlitten vom Auslauf abtransportiert werden, was zu einer etwa 15-minütigen Unterbrechung des Testbetriebs führte.

Nach insgesamt rund einer Stunde wurde das Springen dann auch aufgrund der schwierigen Bedingungen schließlich komplett beendet.

Heberle ins Krankenhaus gebracht

Erste Informationen zum Gesundheitszustand des Springers geben vorsichtige Entwarnung, demnach sei Heberle zumindest bei Bewusstsein. Zur genaueren Abklärung seiner Verletzungen und für weitere medizinische Untersuchungen wurde der Slowene jedoch umgehend in das nahegelegene Krankenhaus in Jesenice gebracht.

Trotz des Zwischenfalls wurden die Testflüge auf der größten Skiflugschanze der Welt nach der Unterbrechung fortgesetzt. Sportlich setzte dabei vor allem Jaka Drinovec ein erstes Ausrufezeichen, der mit einem Flug auf 232 Meter unter Beweis stellte, dass die Schanze für die kommenden Tage bereit ist.

» Weltcup-Kalender 2025/2026 (Männer): Alle Termine im Überblick

Das traditionelle Weltcup-Finale im „Tal der Schanzen“ in Slowenien startet offiziell am Donnerstag mit dem Training und der Qualifikation der Männer, die dann von Freitag bis Sonntag zwei Einzel- sowie ein Team-Skifliegen absolvieren (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos). Erstmals tragen auch die Frauen ihr Weltcup-Finale in Planica aus.

Auch interessant: Sieben Skispringer und drei Skispringerinnen bestreiten für den DSV das anstehende Weltcup-Finale in Planica. Die Nominierung von Bundestrainer Horngacher für das Skifliegen überrascht – denn ein bekannter Name kehrt plötzlich zurück.

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7 Kommentare

  1. Gute Besserung an den verletzten Springer. Die Wettervorhersage für morgen sieht echt gruselig aus (Windböen über 70km/h), ich hoffe, dass die Jury da keine Versuche startet wie in Norwegen und erneut Verletzungen riskiert.

    • Egoistisch könnte ich „dank“ Artrose sagen, dass mir wohl viel stehen/laufen, Wetter, Gepäck usw. erspart bleibt, wenn ich nicht wirklich fitt in jogging am laptop sitze. (Ich habe dort schon „alle Wetter“ von 20° bis Dauerregen auf die Haut erlebt 2011 – 18, 23)
      Realistisch ahne ich schlimmes aus der Palette a) warten,warten,nochmals warten (zuvor oder dabei) über Abbruch mittendrin bis Absage zuvor.
      Es scheint, als ob das Saisonende uns wettermäßig einfach nicht hold ist.
      Früher waren Abbrüche häufiger, aber eben womöglich mehr Vernunft bei.
      Von der Jury 2025/26 einschl. Punktrichtern bin ich un-begeistert!!
      Ja, es sollte sich die Vernunft durchsetzen – hoffen wir es!

  2. Der Slowene Primož Roglic war, vor seiner super erfolgreichen Zeit als Radprofi, ein verheißungsvoller Nachwuchsspringer und wurde mit dem slowenischen Team im Jahr 2007 sogar Juniorenweltmeister.
    Seine Skisprungkarriere endete auch mit einem schweren Sturz auf der „Letalnica“. Bei der Reha hat er dann das Radfahren für sich entdeckt und wurde in diesem Zug zuerst Profi beim slowenischen Kontinentalteam „Astra Mobile, von dem er später für viele Jahre zum niederländischen World-Tour-Team „Jumbo-LottoNL“ wechselte.
    Ein schwerer Sturz auf der „Letalnica“ muss daher noch lange nicht das Ende einer Sportkarriere sein.
    Natürlich wünsche auch ich dem gestützten Nik Heberle alles Gute, eine schnelle Genesung und hoffentlich keine bleibenden Schäden.

    • Danke, von diesem Wechsel las ich mal, aber ohne mir einen Namen zu merken.

      Wenn er so entschieden – und es bekanntlich auch zu etwas gebracht – hat, hat er es für sich definitiv richtig gemacht! Auch wenn der anderen Sportart das Talent somit verlorenging.
      Was sich unsereiner anschaut, ist freilich völlig subjektiv.
      Stürze werden leider nie ganz ausbleiben, aber ich habe den subjektiven Eindruck, dass sie einiges seltener geworden sind, was natürlich deutlich positiv ist. Man kann nur weiter hoffen, dass die rückläufige Tendenz anhält.

  3. „Vertraute“ konnten/können dort, von Kranjec über Hvala, Benkovic, die Prevc-Brüder, Zajc, bis nunmehr Mogel, Oblak. Nun ereilt uns ein aus dem cup völlig unbekannter Name. Ein schlimmer Vorfall durchaus (das ist es immer, ob Morgenstern, Matura oder ein no-name), aber für einen nicht-etablierten war das Arbeitswerkzeug offb. zu gewaltig. Ich z.B. ziehe den Hut auch vor Vorspringern! Die werden leistungsgemäß nie mit Meriten behangen, sind aber eigtl. die Gefährdeteren als die, für die die Schanze bereits Gewohnheit ist.

  4. Das hatte ich leider befürchtet, es vergeht leider kaum ein Jahr ohne Unfälle in Planica. Ich hoffe dennoch auf einen spannenden Saisonabschluss ohne weitere Verletzungen

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