Selina Freitag schnuppert am Podest

Nika Prevc gewinnt zweites Springen beim Weltcup in Klingenthal

Foto: imago / GEPA

Im ewig jungen Duell dieser Saison schlägt Nika Prevc zurück und gewinn das zweite Springen in Klingenthal. Die deutschen Skispringerinnen landen zu zweit in den Top fünf, Selina Freitag schnuppert am Podest.

Nachdem sie gestern noch um einen Punkt das Nachsehen hatte, schlägt Nika Prevc zurück: Mit 135 und 138 Metern und 294,1 Punkten gewann sie am Samstagmittag das zweite Weltcupspringen in Klingenthal. Die Slowenin distanzierte ihre Rivalin Nozomi Maruyama, die auf 134 und 135 Meter und 290,1 Punkten um vier Zähler. Dritte wurde die Norwegerin Anna Odine Stroem mit 128,5 und 131,5 Metern und 272,4 Punkten.

„Ich muss ehrlich sagen, dass Klingenthal nicht die Schanze ist, auf der ich mich am Wohlsten und selbstbewusst fühle. Ich habe eine Weile gebraucht, um sie zu knacken. Deswegen fühlt es sich sehr gut an, dass mir das jetzt gelungen ist“, erklärte Prevc nach ihrem 25. Weltcupsieg. In der Weltcup-Gesamtwertung stellte sie den Abstand von vor dem Wochenende von 134 Punkten wieder her.

Selina Freitag und Agnes Reisch mischen vorne mit

Auch für das deutsche Team gab es Grund zur Freude: Selina Freitag schnitt erneut am besten ab und hatte als Vierte nur 4,9 Punkte Rückstand auf das Podium. Wiederum nur 1,7 Punkte hinter ihr landete Agnes Reisch auf Platz fünf und egalisierte damit ihr bestes Saisonergebnis. „Ich habe viel aus gestern gelernt, mich gut ernährt und zwischen den Durchgängen ausgeruht. Und vor dieser Wahnsinnskulisse hat es richtig Spaß gemacht“, bilanzierte Reisch ihren Auftritt.

Katharina Schmid konnte ihren Top-Ten-Platz aus dem ersten Durchgang dagegen nicht halten und fiel auf Platz zwölf zurück. Juliane Seyfarth belegte Rang 21. „Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden, vor allem mit dem ersten Durchgang. Da waren unsere drei besten Athletinnen dort, wo ich sie auch einschätzen würde. Leider hat Katha im zweiten sehr viel verloren, so wie es mit einem klaren Fehler in dem engen Feld eben der Fall ist“, sagte Bundestrainer Heinz Kuttin.

Lisa Eder landet in den Top Ten

Kanadas Nummer eins, Abigail Strate, landete auf Position sechs vor Stroems Landsfrau Heidi Dyhre Traaserud. Sie wusste als Siebte ebenso überzeugen, wie die die ans norwegische Team angedockte Schwedin Frida Westman als Neunte. Dazwischen landete Prevc‘ Landsfrau Nika Vodan auf Rang acht. Lisa Eder kam als beste Österreicherin noch gerade so in die Top Ten, Teamkollegin Julia Mühlbacher wurde 17.

Keine Weltcuppunkte gab es erneut für Anna Hollandt, die das Finale als 33. um 2,1 Punkte verpasste. Erstmals im Winter punktlos blieb dagegen die Schweizerin Sina Arnet, die als 34. ausschied. Alle Teilnehmerinnen des Wettkampfs ab Platz sieben profitierten noch von der nachträglichen Disqualifikation der Japanerin Yuka Seto, die sich einen Fehlstart leistete, dafür aber gemäß des Reglements keine gelbe Karte erhielt und als 30. gewertet wurde.

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Die nächste Weltcup-Station für die Skispringerinnen ist am kommenden Wochenende das schweizerische Engelberg. Dort finden am Samstag und Sonntag je zwei Qualifikationen und Einzelspringen statt (alles live bei skispringen.com).

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Über Luis Holuch 627 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

2 Kommentare

  1. Glückwunsch an die Slowakei zum Sieg Dass man es in Deutschland nicht einmal schafft, die richtige Flagge zu hissen, wenn Slowenien gewinnt, ist schon traurig. Das zahlen wir euch in Planica heim Ach ja, stimmt – die Deutschen schaffen es ja nicht zu gewinnen … Neid ist schon eine interessante Sache…

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