Agnes Reisch starke Fünfte

Nika Prevc revanchiert sich für Disqualifikation mit Sieg in Wisla

Foto: imago / GEPA

Die Revanche nach der Disqualifikation ist geglückt: In beeindruckender Manier gewinnt Nika Prevc das zweite Springen in Wisla. Beste Deutsche wird Agnes Reisch als starke Fünfte.

Die Disqualifikation vom Donnerstag ist Geschichte, der Sieg vom Freitag die Gegenwart: Nika Prevc hat sich in beeindruckender Manier zurückgemeldet. Mit 128 und 130 Metern und 259,7 Punkten sicherte sie sich den Sieg beim Weltcup in Wisla. Nika Vodan sorgte mit 126 und 130 Metern und 246,9 Punkten als Zweite für einen slowenischen Doppelsieg. Dritte wurde die Norwegerin Eirin Maria Kvandal mit 128 und 126 Metern und 239,5 Punkten.

„Mein Fokus und meine Gedanken waren am richtigen Ort und ich habe zwei sehr gute Sprünge gemacht. Damit bin ich sehr zufrieden“, bilanzierte Prevc im Nachgang. Für Teamkollegin Nika Vodan war es der erste Podestplatz nach eineinhalb Jahren, für Slowenien allerdings bereits der zweite Doppelsieg in 2025, nachdem Prevc im März beim Skifliegen in Vikersund vor der aktuell fehlenden Ema Klinec gewonnen hatte.

Agnes Reisch beste Deutsche auf Platz fünf

Die Gesamtweltcupführende Nozomi Maruyama verpasste als Vierte das Podest um nur 1,9 Punkte. Wiederum nur drei Zehntel hinter ihr landete Agnes Reisch als beste Deutsche auf Platz fünf. Selina Freitag bestätigte ihr Vortagsergebnis, sie wurde Neunte. Juliane Seyfarth landete mit zwei konstanten Sprüngen auf Rang 16, Katharina Schmid kam dagegen nicht über Rang 19 hinaus. Anna Hollandt verpasste als 35. die Punkteränge, Alvine Holz scheiterte als 45. bereits in der Qualifikation.

Vortagssiegerin Anna Odine Stroem belegte diesmal Position sechs vor der besten Österreicherin Lisa Eder. Teamkollegin Julia Mühlbacher fuhr als Elfte ihr bestes Saisonresultat ein. Hannah Wiegele schaffte zwar den Sprung in den Wettkampf, war dort als 40, jedoch chancenlos.

Chinesin Ping Zeng gelingt bestes Weltcupergebnis

Maruyamas Landsfrau Sara Takanashi wurde Achte, den letzten Top-Ten-Platz nahm die Kanadierin Abigail Strate ein. Derweil gelang der Chinesin Ping Zeng mit Platz 13 ein neues bestes Weltcupergebnis.

Anna Twardosz sorgte mit Platz 17 für einen ordentlichen Abschluss ihres polnischen Heim-Weltcups und die Schweizerin Sina Arnet sprang als 25. auch beim sechsten Weltcupspringen in die Punkteränge, während Teamkollegin Rea Kindlimann in der Quali als 52. ausschied.

» Weltcup-Kalender 2025/2026 (Frauen): Alle Termine im Überblick

Die nächste Station im Frauen-Weltcup ist am kommenden Wochenende Klingenthal. Dort finden je zwei Qualifikationen und Einzelspringen statt (alles live bei skispringen.com).

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Über Luis Holuch 627 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

2 Kommentare

  1. NEIN zur erzwungenen Aufblähung des LANGWEILIGEN Frauenskispringens!!!

    Wenn Frauen springen wollen, sollen sie das ruhig tun, aber darunter darf das traditionelle Skispringen der Männer nicht leiden. Bald werden die Qualifikationen wohl um drei Uhr morgens stattfinden, nur weil man vorher zwanghaft und aus Prinzip das Frauenskispringen einbauen muss.

    Ich hoffe, dass die für nächstes Jahr geplante Vierschanzentournee der Frauen in Bezug auf Spannung und Interesse ein totaler Flop wird. Sollen sie ruhig weiter in diesem sogenannten „Drei-Nächte-Turnier“ oder wie das hieß springen, aber man sollte jetzt nicht unbedingt eine Vierschanzentournee der Frauen aufzwingen. Statt dass wir wie bisher die traditionelle Männertournee genießen, werden wir dann automatisch in den Medien und auf allen Portalen mit dem ganzen Frauenturnier bombardiert. Leider mindert das in erheblichem Maße den Stellenwert der echten Vierschanzentournee der Männer.

    Das wäre so, als würde man eine Fußball-Weltmeisterschaft gleichzeitig mit der Frauen-Weltmeisterschaft austragen und das auch noch in denselben Stadien.

    Dadurch würde der Fan der Männer-WM automatisch medial mit einer Frauen-WM konfrontiert, die ihn überhaupt nicht interessiert. Auf diese Weise zerstört man die Atmosphäre solcher großen, traditionsreichen Sportfeste.

    Darum hoffe ich insgeheim auf einen totalen Flop der Vierschanzentournee der Frauen in den kommenden Jahren :):)

    • Ohne Ihr Weltbild komplett erschüttern zu wollen, es gibt tatsächlich Menschen, die sich für das Frauen Skispringen genauso interessieren wie für das der Männer. Willkommen im Jahr 2025, in dem Frauen ihren Sport gleichermaßen ausüben dürfen. Auch wenn es Sie nicht interessiert. Davon mal ganz abgesehen, dass sie im Punkto Gewinn immer noch benachteiligt sind und auch von der Sendezeit. Die Männer springen am Wochenende, an dem die Menschen Zeit haben, zuzuschauen. Die Frauen Donnerstag und Freitagvormittag. Es gibt absolut keine Grundlage dafür, sich zu beschweren. Außer über Eurosport, die die Qualifikation kurzfristig einfach nicht übertragen. Das ist in der Tat eine Frechheit.

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