Mit ihrem sechsten Saisonsieg erobert Nika Prevc in Villach die Gesamtweltcupführung. Großen Jubel gibt es auch beim Heim-Publikum über einen Podestplatz, den auch Selina Freitag wieder einfährt.
Nika Prevc ist dort zurück, wo sie am liebsten ist: Nämlich im gelben Trikot. Mit ihrem Saisonsieg, den sie am Montagnachmittag mit 94,5 und 94 Metern und 247,9 Punkten in Villach feierte, übernahm sie die Führung im Gesamtweltcup. Groß war der Jubel auch beim Heim-Publikum, denn Lisa Eder sorgte mit 92 und 96,5 Metern und 245,2 Punkten für einen österreichischen Podestplatz. Selina Freitag knüpfte an ihre starken Leistungen bei der Two-Nights-Tour an und landete mit 91 und 94 Metern und 234,5 Punkten zum dritten Mal im Folge auf dem Podest.
„Ich bin ehrlicherweise erleichtert. Ich habe wirklich probiert, zu attackieren und gute Sprünge zu machen. Leider wurden sie von Versuch zu Versuch schlechter, aber zum Glück hat es am Ende gereicht“, bekundete Prevc im Anschluss und sparte nicht mit Selbstkritik: „Meine Landungen waren definitiv nicht gut, die muss ich in der Luft besser vorbereiten.“ Weil die bisherige Gesamtführende Nozomi Maruyama aus Japan nicht über den achten Platz hinauskam, liegt die Slowenin nun 32 Punkte vor ihr.
Drei Deutsche in den Top Ten
Freitag sagte nach dem Springen in der ARD: „Es ist sehr schön, weil es sich so anfühlt, als würde es von alleine laufen, weil ich es dann auch genießen kann und nicht dran denken muss, wie ich sitzen muss oder ähnliches. Es reicht eine Korrektur und dann klappt es.“ Sie landete 1,1 Punkte vor der Kanadierin Abigail Strate, die Vierte wurde. Die nach dem ersten Durchgang noch Zweitplatzierte Anna Odine Stroem fiel im Finale drei Ränge zurück, wurde als Fünfte aber beste Norwegerin. Teamkollegin Heidi Dyhre Traaserud wurde Siebte, direkt hinter der erneut überzeugenden Chinesin Ping Zeng.
Mit Agnes Reisch und Katharina Schmid komplettierten zwei Deutsche die Top Ten. Weitere Weltcuppunkte für den Deutschen Skiverband (DSV) sammelten Juliane Seyfarth und Emely Torazza mit den Plätzen 25 und 28. Für die Österreicherinnen landete abseits von Eder einzig Julia Mühlbacher in den Punkteplätzen, sie wurde solide Zwölfte. Neue beste Weltcupergebnisse erzielten die US-Amerikanerin Josie Johnson und die slowenische Debütantin Taja Terbovsek mit den Positionen 16 und 23. Begünstigt wurden diese von der Disqualifikation der Finnin Heta Hirvonen, die im zweiten Durchgang zu leicht für ihre gesprungene Skilänge war.
Zwei Weltcup-Debütantinnen disqualifiziert
Neben ihrem Weltcup-Team schickten die österreichischen Gastgeberinnen noch eine nationale Gruppe an den Start. Lisa Hirner schaffte es zwar in den Wettkampf, schied dort jedoch als 37. aus. Mit Meghann Wadsak (53.), Hannah Wiegele (55.), Chiara Kreuzer (56.), Sophie Kothbauer (64.) und Sara Pokorny (67.) schieden jedoch fünf Springerinnen in der Qualifikation aus. Selbiges galt auch für das komplette Schweizer Team bestehend aus Sina Arnet (47.), Simone Buff (62.) und Rea Kindlimann (63.).
Die beiden Weltcup-Debütantinnen Luise Tritscher aus Österreich und Leonie Runggaldier aus Italien wurden in der Qualifikation disqualifiziert, weil ihr Körpergewicht zu gering für ihre Skilänge war. Auch die Finnin Julia Äikiä wurde disqualifiziert, bei ihr wies der Sprunganzug eine nicht regelkonforme Luftdurchlässigkeit auf.
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Am morgigen Dienstag steht in Villach für die Skispringerinnen der zweite Einzel-Wettbewerb. Die Qualifikation beginnt um 13 Uhr, der erste Durchgang folgt um 14:20 Uhr (alles live bei skispringen.com).

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