In einem Zehntelkrimi geht Nika Prevc in Villach erneut als Siegerin hervor. Während Lisa Eder nur haarscharf an ihrem ersten Weltcupsieg vorbeischrammt, springt eine Deutsche erstmals in diesem Winter aufs Podest.
Viel enger hätte es am Dienstagnachmittag in der Villacher Alpenarena nicht mehr um den Sieg zugehen können: Nur 0,6 Punkte trennten Siegerin und Zweitplatzierte beim zweiten Weltcupspringen auf der K90-Schanze. Die Oberhand behielt schlussendlich Nika Prevc mit 92 und 89,5 Metern und 248,7 Punkten. Wie schon am Vortag wurde Lisa Eder Zweite, diesmal mit 92 und 91 Metern und 248,1 Punkten. Ebenfalls wie schon am Montag stand diesmal auch eine deutsche Springerin auf Platz drei, nämlich Agnes Reisch mit 90,5 und 90 Metern und 240,9 Punkten.
„Um ehrlich zu sein, war ich heute immer noch etwas nervös. Ich muss lernen, mir selber noch mehr zu vertrauen“, gestand Prevc nach dem Wettkampf. Dennoch blickte sie mit Vorfreude auf den kommenden Weltcup in Ljubno: „Das ist unsere Heimschanze und unsere Fans kommen immer zahlreich, darauf freue ich mich sehr. Jeder ist eingeladen.“
Drei Deutsche in den Top Ten – Erster Weltcuppunkt für Hirner
„Es war die letzten Jahre nicht immer einfach auf der Schanze für mich und auch die letzten Tage nicht, aber heute habe ich mich sehr sicher gefühlt und der dritte Platz fühlt sich toll an“, freute sich Reisch über ihren ersten Podestplatz des Winters bejubelte. Während sie Ljubno auslassen wird, präsentierte sich auch Selina Freitag wieder stark und belegte Rang vier. Mit Katharina Schmid, die Zehnte wurde, sprang auch die drittbeste Deutsche in den Top Ten. Während Juliane Seyfarth als 23. weitere Weltcuppunkte für Deutschland holen konnte, schieden Julina Kreibich und Emely Torazza als 36. und 39. im ersten Durchgang aus.
Die weiteren Top-Ten-Plätze strotzten nur so vor Nationenvielfalt: Die Kanadierin Abigail Strate belegte Position fünf vor Julia Mühlbacher. Nicht nur erzielte sie damit ihr bestes Saisonergebnis, sondern sorgte auch dafür, dass Österreich neben Deutschland und Slowenien, dank Nika Vodan auf Rang sieben, die einzige Nation war, die mehr als eine Athletin unter die besten Zehn brachte. Nozomi Maruyama und Ping Zeng wurden als beste Japanerin und beste Chinesin Achte und Neunte.
Auch im Mittelfeld durften sich Springerinnen über Top-Resultate freuen: Anezka Indrackova aus Tschechien erzielte mit Platz 13 ebenso ein bestes Weltcupergebnis wie die US-Amerikanerinnen Josie Johnson und Paige Jones auf den Rängen 15 und 17. Den ersten Top-30-Platz erzielten derweil die Finnin Sofia Mattila und Lisa Hirner, die als 30. erst die dritte Österreicherin wurde, die im Saisonverlauf in die Punkteränge sprang. Sina Arnet sammelte als 29. zwei Punkte für die Schweiz.
Anna Twardosz verzichtet kurzfristig auf Start
Für die weiteren Österreicherinnen Meghann Wadsak (44.), Hannah Wiegele (55.), Chiara Kreuzer (57.), Luise Tritscher (63.) und Sara Pokorny (68.) war der Heim-Weltcup bereits nach der Qualifikation beendet, wenngleich Tritschter nach ihrer gestrigen Disqualifikation zumindest ein neues bestes Ergebnis erzielen konnte. Selbiges galt auch für die Italienerin Leonie Runggaldier, die auf Position 54 landete.
Auch die beiden Schweizerinnen Rea Kindlimann und Simone Buff mussten nach den Plätzen 62 und 69 im Wettkampf zuschauen. Mit ÖSV-Athletin Sophie Kothbauer wurde eine Springerin in der Quali disqualifiziert, ihre Schuhe waren drei Millimeter zu groß. Im Wettkampf erwischte es zudem die Französin Josephine Pagnier, die zu leicht für ihre Skilänge war. Die Polin Anna Twardosz verzichtete auf einen Start, nachdem sie laut Aussage von Co-Trainer Stefan Hula unter Muskelschmerzen am Bein leidet, wie TVP Sport berichtete.
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Die nächste Station im Weltcup der Skispringerinnen ist das slowenische Ljubno ob Savinji. Dort finden von Freitag bis Sonntag jeweils zwei Qualifikationen und Einzelspringen statt (alles live bei skispringen.com).

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