Eigentlich hieß die FIS sie als neutrale Athleten willkommen, doch die bürokratische Realität sieht anders aus: Für die russischen Skispringer rückt der Traum von den Olympischen Spielen in weite Ferne.
Die ambitionierten Pläne der russischen Skispringer, als neutrale Athleten in den Weltcup zurückzukehren und sich so für die kommenden Olympischen Spiele zu qualifizieren, sind vorerst gescheitert. Wie Mikhail Nazarov in einem aktuellen Interview bestätigte, machen organisatorische Hindernisse und fehlende Reisedokumente einen Start bei den kommenden Wettbewerben unmöglich.
Obwohl Nazarov, Danil Sadreev und später auch Ilya Mankov kurz vor Weihnachten von der FIS den Status als Individuelle Neutrale Athleten (AIN) erhalten hatten, blieb ihnen die Teilnahme an der Vierschanzentournee aufgrund verweigerter Visa für den Schengen-Raum bereits verwehrt. Ein Visum für die Weltcups in Polen wurde aufgrund der dortigen politischen Lage gar nicht erst beantragt, da man die Erfolgsaussichten als nicht vorhanden einschätzte. Somit blieb Sapporo als letzte realistische Chance für die notwendigen Qualifikationspunkte.
Nazarov: „Schwer zu sagen, wie unsere Pläne für die Zukunft aussehen“
Doch auch diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen. Im Gespräch mit dem Portal ’sovsport.ru‘ zeigte sich Nazarov sichtlich enttäuscht über den Stillstand bei den Behörden: „Im Moment gibt es keinerlei Informationen über unsere Visa, es herrscht Stille. Wir werden in Japan nicht an den Start gehen und generell ist es schwer zu sagen, wie unsere Pläne für die Zukunft aussehen. Ich glaube nicht, dass wir uns irgendwohin bewegen werden.“
Während Nazarov die Saison intern offenbar bereits abgeschrieben hat, gibt es um seinen Teamkollegen Danil Sadreev neue Gerüchte: Der Silbermedaillen-Gewinner von Peking postete auf Instagram Bilder aus China mit der Unterschrift „ein bisschen chinesisches Klima“.
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Dies löste Spekulationen aus, ob Sadreev zumindest bei den Continentalcup-Springen am 13. und 14. Januar in Zhangjiakou antreten könnte. Eine offizielle Bestätigung für einen Start in China steht jedoch noch aus.
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armes deutschland so eine kriegstreiberei gabs lange nicht
nie wieder krieg so lautet die parole einsund heute sind drecksarbeiter willkommene gäste
Ich verstehe nicht warum man den politischen Konflikt auch auf dem Rücken russischer Sportler austragen muss, welche mit politischen Entscheidungen wahrscheinlich kaum etwas zu tun haben. Zudem wären sie als neutrale und nicht als russische Sportler an den Start gegangen, also ohne Flagge und Hymne.
In manch anderen Sportarten wie z.B. dem Straßenradsport, dürfen seit Kriegsbeginn russische Sportler an den Start gehen und das sogar bei einem deutschen Team (Bora-HansGrohe, jetzt Red Bull-Bora-HansGrohe).
Ich verstehe es einfach nicht, aber angeblich ist ja alles so schön demokratisch im sogenannten „WerteWesten“. Wären sie gute Demokraten, dann würden sie ein Zeichen setzen und russischen Athleten die notwendigen Visas und Startberechtigungen erteilen, wenn diese nicht direkt der russischen Militärführung unterstehen und als neutrale Athleten starten.
Die Menschheit hat gar nichts aus den großen Olympiaboykotten von 1980 und 1984 gelernt, obwohl sie oft das Gegenteil behaupten.
Aber auch die ernsthafte Diplomatie scheint abhanden gekommen zu sein, mittlerweile sogar im Sport … der sogenannten schönsten Nebensache der Welt !!!
Können doch mit Nordkorea und Weissrussland alternative Winterspiele veranstalten.
Die Kriegstreiber sind nicht willkommen!
Und warum sind die amerikanischen Springer nicht sanktioniert? Mit dem Angriff auf Venezuela hätten FIS und IOC alle Sanktionen gegen Russen aufheben müssen, oder die USA genauso ausschließen müssen.
Oder Doppelmoral feiert Triumphe. Und dass Behörden ihre Russophobie jetzt über die Visa-Erteilung an den Springern, denen das IOC und die FIS den Start erlaubt haben, auslassen spricht Bände.
Weil der Zar nunmal der Erzfeind ist und man juristisch fragwürdig alle in Kollektivhaftung nimmt, die bei ihm wohnen. Und egal, ob sie seine Meinung überhaupt vertreten. Jedem, der sich nicht selbst strafbar gemacht hat, kommt keine Strafe zu. Eigentlich, denn in der westlichen Welt zählen ja „Werte“. Werte wie Scheinheiligkeit, Doppelzüngigkeit, Rechtsverdrehung…
Und es gäbe noch das Verursacherprinzip, das man hier mit Füßen tritt: Bestimmt trägt kein Sportler die Schuld an dem Osteuropa-Konflikt, aber in Haftung werden sie genommen.
Deutsche sind USA Freunde das weiß doch jedes baby!! Ich bin politisch Anti-USA Weil Trumpeltier sich wie 1933 benimmt*wutsmile*
Natürlich war es so, aber kannste so nicht (mehr) sagen. „Unsere“ (nicht meine!) Regierung entfreundet sich ja nach Jahrzehnten des Schuheputzens rasant/massiv von den USA nur wegen einem, der dort chef ist.
Für mich sitzen genau die in westlichen Regierungen. Die uns den gangster offerieren, der angeblich in 15 min auf’m Kurfürstendamm steht…