Hätte ein Blick auf das Wetterradar die Bronzemedaille für das deutsche Duo zum Abschluss der Olympischen Winterspiele gerettet? Vor allem DSV-Sportdirektor wählt nach dem Abbruch des Super-Teams deutliche Worte und kritisiert die Jury.
Drei Skispringer standen in der entscheidenden Phase des Teamwettkampfs noch oben auf der Schanze, als sich der Winter mit aller Macht in die Entscheidung einmischte: Dichter Schneefall setzte ein und verwandelte die Schanze in Predazzo binnen Sekunden in eine weiße Wand.
Inmitten des Chaos hatte Philipp Raimund zuvor einen „Zaubersprung“ auf 136 Meter in den frisch gefallenen Schnee gesetzt – eine Weite, die das deutsche Duo im Kampf um Bronze weit nach vorne katapultiert hätte. Doch die Jury entschied sich für den Abbruch. Die Punkte aus dem angefangenen Durchgang wurden gestrichen, es zählte der Stand nach zwei Runden.
Für die deutsche Auswahl war dies ein Schlag ins Gesicht. Andreas Wellinger und Philipp Raimund fehlten lediglich 0,3 Punkte auf die drittplatzierten Norweger. Umgerechnet sind das nicht einmal 17 Zentimeter – ein Hauch von Nichts, der bei den Verantwortlichen des Deutschen Skiverbandes (DSV) für blankes Entsetzen sorgte.
„Ich bin immer noch sehr wütend, weil ich glaube, dass hier schlecht agiert wurde – schlechtes Management“, schimpfte Sportdirektor Horst Hüttel im Anschluss. Sein Vorwurf: Die Jury habe die Wetterdaten ignoriert, die ein schnelles Ende der Schneefront vorhersagten. Auch das Publikum quittierte die Entscheidung der Jury nach einer zunächst unübersichtlichen Lage mit lauten Buhrufen.
Hüttel kritisierte vor allem die mangelnde Geduld der Offiziellen, die den Wettbewerb im sechsten und letzten Skisprung-Event dieser Spiele vorzeitig beendeten. „Man hat hier aus meiner Sicht zu früh abgebrochen. Man musste reagieren, es waren unglückliche Umstände vom Wetter, dafür habe ich volles Verständnis. Aber ich verstehe nicht, dass man nicht ins Wetterradar schaut und in die Wetterapps, die ganz klar gesagt haben, dass diese Front in zehn bis zwölf Miunuten vorbei ist“, so der Sportdirektor weiter.
Ein kurzer Aufschub hätte aus seiner Sicht für sportliche Fairness gesorgt: „Dass man das nicht gemacht hat, verstehe ich nicht und das konnte mir die FIS auch nicht erklären. Daher stehen wir jetzt total bedröppelt da mit drei Zehntel an der Bronzemedaille vorbei.“
Auch Bundestrainer Stefan Horngacher haderte mit der Wettkampfleistung, wenngleich er die Leistung seiner Springer ausdrücklich lobte. „Wir wussten, eine Medaille zu gewinnen wird ganz schwierig, wir haben gekämpft bis zum Schluss und waren auch noch recht gut dran. Es ist dann Schnee und Wind gekommen“, bilanzierte Horngacher.
Er sah ein Versäumnis in der Geschwindigkeit der Abwicklung: „Die Jury hat relativ lange gebraucht, das Ding in den Griff zu kriegen. Die Absage wäre nicht unbedingt notwendig gewesen. Man hätte warten können, der Schnee war relativ schnell durch. Oder man hätte schneller durchfahren müssen.“
Trotz des frustrierenden Abgangs aus Italien fällt die Gesamtbilanz des DSV-Teams gemischt, aber versöhnlich aus. Der furiose Start mit Gold durch Philipp Raimund auf der Normalschanze – die einzige Medaille für die deutschen Springer bei diesen Spielen – bleibt der Höhepunkt. Es folgte jedoch, wie Hüttel es beschrieb, ein „Wechselbad der Gefühle“: Im Mixed-Wettbewerb landete das Team auf dem undankbaren vierten Platz, nur 1,2 Punkte hinter Bronze. Auf der Großschanze blieben die Männer hinter den Erwartungen zurück, und auch die favorisierten deutschen Frauen enttäuschten mit leeren Händen.
„Natürlich fällt das Gesamtfazit überwiegend positiv aus. Wir haben einen Olympiasieger im Team, wir sind nicht als Top-Favorit angereist und die Saison lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, resümierte Hüttel. Vor allem die Steigerung zum Saisonhöhepunkt stimmte ihn positiv: „Das ist uns schon mehrmals gelungen, wie auch letztes Jahr in Trondheim.“

für mich gab es nur eine einzige richtige Entscheidung Abbruch des Wettbewerbs es ist für die deutschen natürlich sehr ärgerlich 0, 3 Punkte Rückstand auf den dritten Platz ist sehr ärgerlich aber… was hätte es gebracht wenn sich einer schwer verletzt hätte und Herr hüttel sollte lieber mal aufpassen wetterprognosen sind nicht immer zuverlässig.
noch eine kurze Anmerkung zum Artikel von wegen favorisierte deutsche Frauen wo waren deutsche wo waren die deutschen skispringerinnen favorisiert Japan und Slowenien waren favorisiert und norwegian
Herr Hüttel nicht jammern, sich um den Nachwuchs im DSV kümmern, das wäre wichtiger. Nachwuchs System mal hinterfragen, die verantwortlichen Trainer mal zu Verantwortung ziehen. Was macht eigentlich Herr Buchner, Herr Klumpp und Herr Schuster? Nur Gehälter abholen oder wer ist eigentlich hauptverantwortlich für den Nachwuchs?
Ach Herr Hüttel…
Was ist das wieder eine seltsame Sicht? Polen wäre dritter geworden nicht die Deutschen bei regulären Bedingungen. Tomasiaks Sprung war dem Wetter geschuldet, allerdings wäre auch er nicht mehr an Japan dran gekommen. Dafür war Nikaidō Sprung zu gut und Wąsek zu schlecht.
So ist das halt, dafür hatten die deutschen vorher Pech…dann müssen die Polen auch damit leben mal Pech zu haben…
blablablabla hätte hätte fahrradkette
Sandro Pertile ist nicht nur total überfordert, sondern eine absololute Fehlbesetzung als Renndirektor.
Das sehe ich genau so. Außerdem hat er bei den Wettbewerben nicht wirklich was zu sagen. Diese Gespräche über Funk sind nur Show, die Rennleitung am Ort hat die Entscheidungsbefugnis. Pertile ist nur so eine Art Operettenkaiser.
unter Walter Hofer wäre alles oder sagen wir besser vieles vielleicht anders gelaufen
Deutschland ist selber Jury gute Note Punkrichter oft für Deutsche, Deutsche oft frech unfreundlich auf Österreich in Willingen
Es tut mir sehr leid, dass dieser Wettkampf für die deutschen Skispringer so ausgegangen ist. Ich hoffe, dass die Duelle zwischen Raimund und Tomasiak uns in Zukunft noch viele spannende Wettkämpfe bescheren werden. Gut gemacht, Jungs!
jest mi bardzo przykro, że tak potoczył się ten konkurs dla niemieckich skoczków. mam nadzieję że pojedynki Raimunda i Tomasiaka dostarczą nam w przyszłości wielu emocji. Brawo chłopaki.
Hätte man sich direkt bei den ersten Sprüngen angestrengt müsste man jetzt nicht diskutieren.
richtig
wäre dendeutschen lieber ein springer hätte sich verletzt oder garejr das kanns doch net sein beim polnischen sprung war es knapp wegen fehlender km/h und schnee am aufspring die deutschen würden über leichen gehen damit sie vorne sind
Du scheinst ja gar keine Ahnung zu haben.
Aber eine generelle Abneigung gegen Deutschland.
Überleg mal deine Ausdrucksweise: Leichen ?
Satzzeichen sind Trumpf!
Man kann auch argumentieren das scheinbar das Material beim Einzel auf der Großschanze nicht gepasst hat und man heute nur einen Top Springer mit Raimund hatte. Dafür hätte man aber zwei gebraucht und man muss immer mit abbrüchen rechnen.
Die Goldmedaille für Raimund überdeckt die Schwäche vom kompletten DSV, von allen Acht war nur Raimund konkurrenzfähig, alle anderen haben sich verschlechtert oder im Rahmen ihrer Möglichkeiten verbessert (Wellinger).
Das selbe gilt für den ÖSV die mit dem Super Team Gold ebenfalls eine Katastrophen Olympiade überdecken können.
Ich denke auch, man sollte es gut sein lassen. Mit der Goldenen auf der Normalschanze hatte niemand gerechnet, das war phänomenal. Alles andere wäre Zugabe gewesen. Dass die Ösis gerade so um eine katastrophale Olympiade herumgekommen sind, ist auch ihnen zu gönnen.
Anett,ich gebe Dir recht.
Allerdings kann man auch sagen,das die Jury wieder einmal
total überfordert war.(wozu gibt es Wetter Apps).Der polnische
Springer hatte auch irreguläre Bedingungen, musste auch lange warten.
Man hätte15 Min.warten können.Wie es dann ausgegangen wäre,man weiss es nicht.Der Sieg der Österreicher ist ja völlig unstrittig.Sandro Pertile
Ist m.Meinung nach sowieso total überfordert. Das war schon u.a.bei
Der letzten WM so.Aber wie von Anett gesagt, jetzt mal gut sein lassen
da hast du sehr Rechte Bastian