Johann Andre Forfang rechnet mit Polen ab: Nach dem ersten Fluor-Fund der Weltcup-Geschichte bei Pawel Wasek stellt der Norweger die Fairness infrage und vergleicht den Vorfall mit seiner eigenen Suspendierung.
Eigentlich galt der Vorfall um den brisanten Fluor-Fund im Skiwachs von Pawel Wasek seit dem Bergiselspringen in Innsbruck am Sonntag als auserzählt: Das polnische Team hatte ein verunreinigtes Wachs als Erklärung für den Fund genannt und die Disqualifikation Waseks akzeptiert.
„Es ist sehr wahrscheinlich, dass es die Schuld des Herstellers ist. Das Skiswachs war verunreinigt. Wir haben den Hersteller noch nicht kontaktiert“, sagte Cheftrainer Maciej Macusiak am Sonntag. Auch Wasek selbst hat sich verteidigt und angegeben, dass das aufgetragene Wachs schlicht ein schlechtes Produkt gewesen sei. Dennoch plane das Team keine rechtlichen Schritte gegen den Produzenten, womit das Thema für sie sportlich abgehakt schien.
Forfang: „Das weigere ich mich zu glauben“
Doch Johann Andre Forfang, als Elfter bester Norweger beim Springen in Innsbruck, schenkt diesen Theorien keinen Glauben: In einem Gespräch mit der norwegischen Tageszeitung ‚Dagbladet‘ machte er seine Skepsis mehr als deutlich: „Das weigere ich mich eigentlich zu glauben. Es war jedenfalls keine Sabotage. Es waren große Mengen von Fluor und nicht nur Spuren davon. Ich glaube nicht, dass es ein Unfall war“, wurde der Skispringer nach dem Bergiselspringen zitiert. Für ihn seien die Mengen an verbotener Substanz ein klares Indiz dafür, dass mehr dahinterstecken muss als nur eine verunreinigte Charge.
Besonders brisant sind die Vorwürfe auch mit Blick auf Forfangs eigene Vergangenheit: Er und Marius Lindvik hatten während der WM in Trondheim in der vergangenen Saison für den Manipulationsskandal gesorgt, der die inzwischen deutlich verschärften Materialkontrollen und das Sanktionssystem mit Gelben und Roten Karten zur Folge hatte.
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Als Folge des Skandals wurden Forfang und Lindvik für drei Monate vom Internationalen Skiverband (FIS) suspendiert. Beide Athleten bestreiten bis heute, von den Manipulationen an ihren Sprunganzügen gewusst zu haben. Dass Wasek nun lediglich eine Disqualifikation und eine Gelbe Karte erhielt, stößt Forfang sauer auf und lässt ihn an der Gleichbehandlung durch die FIS zweifeln.
„Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Welt nicht gerecht ist“, sagte Forfang laut ‚Dagbladet‘. In seinen Augen wiege der Einsatz von chemischen Hilfsmitteln wie Fluor, die den Gleitwert der Skier verbessern können, mindestens genauso schwer wie Manipulationen am Sprunganzug.
Fluor-Kontrollen bisher wohl nur selten
In der Vergangenheit hatte Fluor, das seit der Saison 2023/2024 von der FIS offiziell verboten ist, eigentlich keine Rolle im Skispringen gespielt. Wie Forfang erklärte, gehöre die Kontrolle des Mittels keineswegs zur Routine.
„Es ist nicht jedes Wochenende. Aber sie machen es ständig. Ich kann mich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal Untersuchungen dazu durchgeführt haben. Es war vielleicht in Wisla“, gab er Einblick in die Kontrollpraxis.

Forfang war mal ein normaler und nicht unsmpathischer. Allerdings hat er sich mit seinem stetigen Aufstige offb. mehr und mehr zum Charakterproblematiker entwickelt, der sich gut Smpathien verscherzen kann. (Zünd nicht mein Haus sondern andere an… oder: Bei Epstein isses ja auch herausgekommen.) Gut, für Mitwisserschaft in Trondheim gibt es keine belastbaren Beweise: Wenn ich sage, ich habe gesschlafen, habe ich das, und weder Licht noch Leute bemerkt. Das Ggt. kann man nicht nachweisen. Aber bissel zweifelhaften „Mut“ (s.o.) hat – er! – jetzt, mit dem Finger auf andere zu zeigen statt mal froh über die „blaue-Auge“-Sperre zu sein. Freunde macht er sich so nicht.
Die sollten mal alle wie Helmut Recknagel oder Max Bolkart von der Schanze geschickt werden.
Da würde sich sehr schnell zeigen, wer gut ohne Schummelei springen kann
Könnte es vielleicht auch sein das einer der Vorspringer Flour-Wachs drauf hatte was sich dann übertragen hat? Die werden ja vermutlich kaum kontrolliert?
ausgerechnet Forfang, der letzte Saison betrogen hat und nicht die Eier dazu hatte es anständig zuzugeben und das kleine Bisschen Rest seines Gesichts zu wahren, wirft anderen Betrug vor? Herrlich
Da hat der Forfang aber Recht finde ich, könnte man auch dort härter durchgreifen, nicht nur bei den Norwegern
Äpfel mit Birnen ……
Einfach ein verzweifelter Versuch von dem eigenen Skandal abzulenken. Forfang und Lindvik sind und bleiben der Abschaum des Skispringens.
Ständig Manipulationsvorwürfe gegen andere, dann aber selber beim größten Skandal in der Geschichte des Sports mitgewirkt und bis heute keine Reue gezeigt und auch nicht zugegeben von iwas gewusst zu haben. Davor noch das systematische Rausekeln von Stöckl. Da war Forfang auch ganz vorne mit dabei.
Ich sehne so sehr das Karriereende der Beiden herbei. Eigentlich sollten sie gar nicht mehr springen dürfen.
Sehe ich auch so!
Wahnsinn, der setzt immer noch einen drauf. Der hat sich schon alles an Erbärmlichkeit geleistet, was in diesem Sport möglich ist! Und bei seinen Formschwankungen bin ich mir ehrlich gesagt nicht mal sicher, was der noch so in der Trickkiste hat. Bei Lindvik hat man ja in Innsbruck sehr gut gesehen, wie er ohne manipuliertes Material eigentlich springt