Raimund sorgt für nächstes DSV-Podium

Domen Prevc mit überlegenem Sieg bei Olympia-Generalprobe in Willingen

Foto: imago / Kyodo News

Während Domen Prevc auch beim letzten Springen vor Olympia in seiner eigenen Liga springt, bestätigen die deutschen Skispringer vor heimischem Publikum den Aufwärtstrend. Philipp Raimund sorgt in Willingen für das nächste DSV-Podium.

Mit Sprüngen auf 147 und 152 Meter sicherte sich Domen Prevc auch beim zweiten Einzelspringen des Wochenendes in Willingen den Sieg. Der Gesamtweltcup-Führende erzielte am Sonntagnachmittag insgesamt 293 Punkte und setzte sich damit erneut überlegen gegen den Japaner Ren Nikaido durch, der auf 142 und die Tagesbestweite von 152,2 Meter (261,3 P.) kam. Den dritten Platz belegte Philipp Raimund mit 142,5 und 139,5 Metern (253,1 P.).

Den Grundstein zu seinem elften Saisonsieg legte Prevc schon im ersten Durchgang: Zur Halbzeit führte der Slowene noch vor Landsmann Anze Lanisek, der im Finale dann aber schon nach 137 Metern landete und damit noch auf den siebten Platz zurückgefallen ist.

„Die Bedingungen waren heute wieder auf meiner Seite. Ich habe mich schon im Vorfeld gut gefühlt, aber es war ein langes Wochenende von Freitag bis Sonntag. Aber mit ist es gelungen, fokussiert zu bleiben und die bestmöglichen Sprünge zu zeigen“, erklärte der in dieser Saison dominierende Skispringer, der als klarer Top-Favorit zu den Olympischen Winterspielen reisen wird: „Natürlich ist der Druck für Olympia groß. Ich mochte Predazzo schon im Sommer und freue mich sehr auf die Wettkämpfe.“

Drei DSV-Skispringer unter den Top Ten

Bei wie am gesamten Wochenende weiterhin wechselhaften Windbedingungen sorgte Philipp Raimund für das nächste deutsche Podest: Schon nach dem ersten Durchgang lag der 25-Jährige auf dem dritten Platz – und bestätigte diese Leistung trotz vergleichsweise schwierigen Bedingungen im Finale. Neben ihm landeten auch Andreas Wellinger (8.) und Felix Hoffmann (10.) unter den Top Ten – und sorgten wenige Tage vor dem Start der Winterspiele für ein erneut starkes Mannschaftsergebnis des DSV.

Karl Geiger konnte seine starken Leistung nach dem dritten Platz am Samstag nicht wiederholen und musste sich nach 134 und 125 Metern mit dem 21. Platz zufrieden geben. Zumindest weitere Weltcuppunkte haben aus der Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher außerdem Luca Roth (26.) und Pius Paschke (28.) gesammelt.

„Gestern ist es ihm nicht so gelungen und er hat mit sich selbst ein bisschen gehadert. Aber wir haben ihn eingefangen, er hat die richtigen Schlüsse daraus gezogen und hat heute super performt. Mit ihm können wir heute sehr zufrieden sein“, freute sich Horngacher vor allem über Raimund.

Kytosaho überrascht mit bestem Karriereergebnis

Marius Lindvik belegte als bester Norweger den vierten Platz vor Niko Kytosaho, der für einen Achtungserrfolg gesorgt hat: Vor allem ein starker erster Sprung auf 145,5 Meter brachte dem fünftplatzierten Finnen das bislang beste Ergebnis seiner Weltcupkarriere ein.

» Weltcup-Kalender 2025/2026 (Männer): Alle Termine im Überblick

Überraschend schon in der im Vorfeld ausgetragenen Qualifikation ist Timi Zajc aus Slowenien als 51. ausgeschieden.

» Weltcup-Kalender 2025/2026 (Männer): Alle Termine im Überblick

Nach dem Willingen-Wochenende bleibt den Skispringern nur eine kurze Pause vor der Weiterreise nach Italien, wo als großer Saisonhöhepunkt die Olympischen Winterspiele auf dem Programm stehen. Bereits am Donnerstagabend findet in Predazzo das erste Training statt, am Montag folgt dann die Einzel-Entscheidung auf der Normalschanze.

Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

skispringen.com-Newsletter

Aktuelle Nachrichten, spannende Hintergrund-Informationen und Veranstaltungs-Hinweise per E-Mail abonnieren. Weitere Informationen zum Newsletter und Datenschutz

Über Marco Ries 985 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegründet. Studiert an der Universität Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist und Autor (u.a. das Buch „Unnützes Skisprungwissen“).

10 Kommentare

  1. Wo sind denn jetzt die ganzen Nörgler Horngachers? Zwei Podestplätze in Willingen. Wenn man keine Ahnung hat, sollte man auch mal schweigen können.
    Allen Athleten erfolgreiche und sichere Olympische Spiele!

  2. Na, wo sind jetzt die ganzen Personen, die sich hier regelmäßig über Wellinger aufregen? Übrigens: Bei den Finnen lässt sich eine wirklich gute Entwicklung beobachten

    • @Schanzenrekird: ich muss da jetzt da was anmerken, weil es mich ärgert,da viele deutsche Fans anfangen Prevc Betrug zu unterstellen,aber Keiner was sagt und hinterfragt, dass Wellinger kurz vor Olympia plötzlich wieder gut springt. Das findet man toll und super, aber Athleten anderer Nationen wird sofort was unterstellt,das finde ich absolut nicht in Ordnung!

      • Und ich finde es absolut nicht in Ordnung, Wellinger ständig ohne Beweis irgendwas zu unterstellen, nur weil man ein persönliches Problem mit ihm hat…

      • @Austriarules: Wenn Sie sich zum Thema „Betrug“ äußern müssen, dann liefern Sie bitte konkrete Belege dafür, dass „viele deutsche Fans“ Domen Prevc Betrug unterstellen. Zudem stellen Sie haltlose Mutmaßungen an, dass nun Wellinger betroben haben könnte, nur weil seine Formkurve nach oben zeigen könnte. Solches substanzlose Schwadronieren ist hier überflüssig. Die Varianz der Einzelergebnisse, speziell in diesem Winter wohl auch durch die Regelanpassungen, erscheint größer als in den Jahren zuvor. Das betrifft viele namenhafte Athleten (s. Lanisek, Kraft, Tschofenig, Granerud, Forfang u. a.).

  3. Na, wo sind jetzt die ganzen Personen, die sich hier regelmäßig über Wellinger aufregen? Übrigens: Bei den Finnen lässt sich eine wirklich gute Entwicklung beobachten

  4. Na, wo sind jetzt die ganzen Personen, die sich hier regelmäßig über Wellinger aufregen?
    Übrigens: Bei den Finnen lässt sich eine wirklich gute Entwicklung beobachten

  5. Sieht man mal von Domen Prevc ab, war das ein durchaus unterhaltsamer und spannender Wettkampf.

    Bei Domen ist nicht die Frage, ob er gewinnt, sondern wie groß sein Vorsprung sein wird. Den lasse ich bei der Bewertung mal aussen vor.
    Respekt an die vier Deutschen (incl. Zografski) und auch an Niko Kytösao für das beste Ergebnis seiner Karriere. Hat er sich definitiv verdient.

Kommentar schreiben

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


*