Auch in Zakopane ausgeschieden

Karl Geiger weiterhin auf Formsuche: Jetzt droht das Olympia-Aus

Foto: imago / NurPhoto

Die Zeit für Karl Geiger wird knapp: Nach einem enttäuschenden Wochenende in Zakopane steht der Oberstdorfer vor dem Olympia-Aus. Im Anschluss spricht der Oberstdorfer davon, von der aktuellen Situation frustriert zu sein.

Die malerische Kulisse in Zakopane konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass für Karl Geiger momentan sportliche Tristesse herrscht. Der Oberstdorfer, der jahrelang eine der tragenden Säulen der deutschen Skispringer war, steckt in einer Krise, die zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ihren Höhepunkt erreicht: Mit einem enttäuschenden 31. Platz verpasste er im Einzelspringen von Zakopane den Finaldurchgang hauchdünn und steht seit 43 Tagen ohne Weltcuppunkte da.

Karl Geiger ist momentan der einzige Springer aus dem deutschen Kader, der die geforderte Olympia-Norm noch nicht in der Tasche hat. Um den Flug zu den Winterspielen doch noch anzutreten, benötigt er entweder eine Platzierung unter den besten acht oder zwei Ergebnisse in den Top 15. Die Möglichkeiten hierfür schrumpfen zusammen: Nach dem Rückschlag in Polen bleibt ihm nur noch das kommende Wochenende im japanischen Sapporo.

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Geiger selbst macht aus seinem emotionalen Zustand keinen Hehl und zeigte sich nach dem Wettkampf sichtlich angefasst. „Ich bin tatsächlich ziemlich frustriert. Im Probedurchgang gestern hatte ich ein paar Ansätze dabei, wo ich gedacht habe, dass es in die richtige Richtung geht“, erklärte der Oberstdorfer in der ‚ARD‘, nachdem er das Finale der besten 30 in Zakopane um nur 1,1 Punkte als 31. denkbar knapp verpasst hat: „Momentan bin ich ehrlich gesagt richtig sauer.“

Dabei waren die Signale im Training keineswegs nur negativ. Geiger versuchte, trotz der sportlichen Misere, die positiven Aspekte des Wochenendes hervorzuheben, auch wenn diese ihm keine Punkte einbrachten. „Es waren schon positive Dinge dabei, in ein paar Sprüngen ging es deutlich in die richtige Richtung. Auch im Probedurchgang war ich deutlich besser platziert, da wäre das Finale gar kein Thema gewesen“, reflektierte er.

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Der Fokus muss sich nun blitzschnell auf die Schanze von Sapporo richten, die für Geiger zur Schicksalsschanze werden könnte. Er weiß, dass er in Fernost über sich hinauswachsen muss, um das Ruder noch einmal herumzureißen. „Momentan ist es aber hart, wenn es gar nicht läuft dann mag das Glück auch nicht dazukommen. Ich muss mich jetzt beruhigen, das Ding abhaken – momentan sind die Emotionen noch zu hoch, das merke ich selber“, erklärte er sich sichtlich enttäuscht.

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3 Kommentare

  1. Wie er ja schon selber sagte: In der momentanen Verfassung hat er nichts bei Olympia zu suchen.
    momentan kämpft er mit den Kasachen, Rumänen Italienern um die Plätze im Wettbewerb.Da braucht man nicht an Olympia denken

  2. ich wünsche ihm, dass er die Olympia-Norm schafft.

    es kann nicht sein, dass er im letzen Winter regelmässig top 10 gesprungen ist, aber heuer kämpt um in die Qualifikation durchzurutschen.

    Equipment? grössere Anzüge aus der Vergangenheit?

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