Nach einer gezielten Wettkampfpause kehren Andreas Wellinger und Karl Geiger zur Vierschanzentournee zurück in die deutsche Mannschaft. Die beiden Top-Skispringer geben sich nach dem Sondertraining optimistisch.
Nach einer gezielten Wettkampfpause rücken Andreas Wellinger und Karl Geiger pünktlich zur 74. Vierschanzentournee wieder in das Aufgebot von Bundestrainer Stefan Horngacher. Beide Athleten hatten die letzten Weltcups ausgelassen, um individuell an ihrer Form zu arbeiten.
„Karl Geiger und Andreas Wellinger haben den Weltcup in Engelberg ausgelassen und stattdessen mit Max Mechler auf den Schanzen von Oberstdorf, Planica und Predazzo trainiert“ , erklärt der Bundestrainer die Maßnahme, die darauf abzielen sollte, die Springer „wieder auf Top-Niveau zu bringen“. Neben den beiden Routiniers hat Horngacher inklusive nationaler Gruppe sieben weitere Athleten in seine Tournee-Mannschaft für Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen berufen.
Wellinger: „Nach Klingenthal die Notbremse gezogen“
Für Andreas Wellinger war die Entscheidung für eine Pause eine Reaktion auf den bisherigen Saisonverlauf. „Nach Klingenthal habe ich in Absprache mit den Trainern die Notbremse gezogen und für den Weltcup in Engelberg pausiert“, schildert Wellinger seine Situation. Zuvor hatte er in neun Wettkämpfen dieser Saison nur zweimal überhaupt Weltcuppunkte gesammelt.
In der Phase der Wettkampfpause habe er „über mehrere Tage methodisch, also mit unterschiedlichen Ansätzen“, an seiner Sprungtechnik gefeilt und die Einheiten schließlich mit einem Wettkampf bei den italienischen Meisterschaften abgeschlossen. Vor dem Tournee-Start zeigt er sich zuversichtlich: „Nun freue ich mich auf den Wiedereinstieg in den Weltcup. Mit den Tourneeschanzen verbinde ich positive Erlebnisse, daher passt der Zeitpunkt gut.“
Geiger: „Den Rhythmus schnell wieder aufnehmen“
Auch Karl Geiger nutzte die Auszeit für einen intensiven Trainingsblock fernab des Weltcup-Drucks. „Ich habe die letzten beiden Weltcup-Wochenenden vor der Tournee pausiert und stattdessen eine Trainingsphase eingelegt“, so der Oberstdorfer, der die Einheiten als „intensiv“ beschreibt.
Geiger setzt nun darauf, durch die schnelle Abfolge der Springen seine Sicherheit zurückzugewinnen: „Mein Ziel ist es, über die rasche Abfolge der Tournee-Wettkämpfe den Rhythmus schnell wieder aufnehmen zu können.“ Besonders die Aussicht auf den Auftakt vor heimischem Publikum dient ihm als „große Motivation“.
Stefan Horngacher betont, dass die Tournee mit ihren kurz aufeinanderfolgenden Wettkämpfen eine ideale Plattform bietet, um den „Wettkampfrhythmus schnell wieder aufzunehmen“.
Während Athleten wie Philipp Raimund und Felix Hoffmann zuletzt durch Konstanz überzeugten, soll die Rückkehr von Wellinger und Geiger der deutschen Mannschaft zusätzliche Stabilität verleihen. „Das ist für uns alle eine zusätzliche Motivation, uns bestmöglich zu präsentieren“ , unterstreicht der Bundestrainer mit Blick auf die Atmosphäre in den Stadien und den hohen Stellenwert des Wettbewerbs.

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