Duett-Wettkampf soll kommen

So funktioniert das neue "Super Team"-Format

Neue Saison, neues Wettkampfformat: Geht es nach FIS-Renndirektor Sandro Pertile, könnte das sogenannte „Super Team“ schon im Sommer-Grand-Prix seine Premiere feiern. So soll das Format aussehen.

Mit der Zulassung der Damen für das Skifliegen hat der Internationale Skiverband (FIS) bei seinen Frühjahrsmeetings eine historische Entscheidung getroffen. Doch damit noch nicht genug. In der neuen Saison soll auch ein neues Wettkampfformat eingeführt werden, das zunächst als Duo-Wettkampf bezeichnet wurde und nun den vorläufigen Namen „Super Team“ trägt. Dieses soll vor allem den kleineren Nationen, die kein Vierer-Team stellen können, entgegenkommen.

In dem Format, das im Sommer-Grand-Prix seine Premiere feiern könnte, darf jede Nation ein Team aus zwei Springern stellen, das zunächst einen Durchgang bestreitet. Sollten mehr als zwölf Teams teilnehmen, wird diese Zahl zum zweiten Durchgang auf eben diese zwölf reduziert. Die acht Teams, die nach diesen zwei Durchgängen die höchste Punktzahl haben, ziehen schließlich ins Finale ein und springen dort die Platzierungen aus.

Pertile macht sich für „Super Team“ stark

Mit ihren Ergebnissen erspringen die Top-8-Teams Punkte für den Nationencup, die auf den weiteren Plätzen gehen leer aus. Berechnet werden diese wie bei Mixed-Team-Wettkämpfen, bei denen die Punkte auf beide Geschlechte verteilt werden. Somit erhält das Siegerteam 200 Punkte, die Plätze zwei und drei erhalten 175 respektive 150 Punkte. Von dort an geht es in 25er-Schritten abwärts, ehe das Team auf Rang acht 25 Zähler bekommt.

FIS-Renndirektor Sandro Pertile, der sich für die Einführung des Formats stark gemacht hatte, berichtete in einem Video-Interview mit ’skijumping.pl‘ bereits von ersten Rückmeldungen, die er erhalten habe: „Wir haben die Idee mit den Trainern besprochen und es gibt ein hohes Interesse an diesem Format, das auch seitens der Zuschauer mehr Interesse an unserem Sport erzeugen kann.“ Final abgesegnet wird das Format dann beim FIS-Kongress, der im Mai stattfindet.

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Über Luis Holuch 326 Artikel
Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und auch die Continentalcup-Finals in der Nordischen Kombination.

2 Kommentare

  1. Wenn man dann den Top Nationen, wie bspw auch in der Noko üblich, noch 2 oder 3 Teams erlauben würde, fände ich das sehr gut 🙂 aus deutscher Sicht dann ein Team Geiger Eisenbichler und eins Schmid Wellinger, könnte viel Spaß machen!

  2. Das soll mal gesagt werden, dass Skispringen eine langweilige Sportart ist.
    Diese Neuerungen (besonders das Damen-Skifliegen) bringen als neue Formate „Pfeffer“ in die Saison.
    Ich finde das gut!

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