Bärenstarker Auftritt von Philipp Raimund im letzten Training vor der Olympia-Entscheidung auf der Normalschanze! Der DSV-Skispringer entscheidet in Predazzo zwei von drei Trainingsdurchgängen für sich.
Die deutschen Skispringer wecken auch am zweiten Trainingstag auf der Normalschanze Hoffnungen auf Edelmetall bei den Olympischen Winterspielen von Mailand-Cortina. Nachdem am Donnerstag noch Felix Hoffmann der herausragende Springer war, mischt am Sonntagabend Philipp Raimund ganz vorne mit.
Weniger als 24 Stunden vor der ersten Einzel-Entscheidung der Männer entscheidet der Skispringer vom SC Oberstdorf zwei der drei Trainingsdurchgänge für sich. Schon im ersten Durchgang springt Raimund mit 100 Metern Bestweite und setzt sich gegen den überraschend starken Polen Kacper Tomasiak durch, im zweiten Durchgang kommt er dann sogar auf 104 Meter und wird punktgleich mit dem Österreicher Stephan Embacher (105,5 Meter) Erster.
106 Meter: Tagesbestweite im dritten Durchgang
Nur im dritten und letzten Durchgang muss sich der Sechste des Gesamtweltcups dann Marius Lindvik geschlagen geben, der mit 105,5 Metern aber einen halben Meter kürzer als Raimund springt. Der wird mit der Tagesbestweite von 106 Metern in diesem Durchgang Zweiter.
„Ich konnte die Punkte, die ich im ersten Training gespürt habe, umsetzen und demnach einen besseren Zugriff gefunden. Das hat mir soweit gefallen und habe ein Gefühl dafür aufgebaut, worauf ich mich konzentrieren muss. Jetzt kann ich ganz entspannt morgen rangehen“, erklärte der 25-Jährige im Anschluss.
Auch Hoffmann weiterhin stark
Neben Raimund geht angesichts des Trainings weiterhin Felix Hoffmann als zweiter deutscher Medaillenkandidat an den Start: Nach zwei achten Plätzen belegte der Thüringer im dritten Durchgang mit 104,5 Metern dann den vierten Platz – vor ihm landete neben Lindvik und Raimund nur Kristoffer Eriksen Sundal.
Andreas Wellinger hat sich im Vergleich zum ersten Trainingsblock am Donnerstag zumindest etwas gesteigert, ließ mit den Plätzen zwölf, 15 und 14 aber noch Luft nach oben. Dasselbe gilt für Pius Paschke, der 15., 16. und 23. wurde.
Prevc zeigt beim ersten Auftritt Schwächen
Besonders im Fokus stand am späten Sonntagabend in Predazzo auch der Auftritt von Domen Prevc, der wie die gesamte slowenische Mannschaft am Donnerstag auf die Teilnahme verzichtet hat. Im ersten Durchgang noch als Vierter gestartet, belegte der Slowene danach nur die Plätze zehn und 21 – zumindest auf der kleinen Schanze ist der dominierende Skispringer des Winters also eher Außenseiter.
Nur 18 Skispringerinnen im Training: Japanerinnen stark
Im Vorfeld des zweiten Trainingstages der Männer haben auch die Frauen die Möglichkeit erhalten, in Hinblick auf das anstehende Mixed-Teamspringen am Dienstag drei weitere Sprünge zu absolvieren. Am Tag nach der Einzel-Entscheidung haben erwartungsgemäß die meisten Top-Skispringerinnen auf die Teilnahme verzichtet – nur 18 von 50 gemeldeten Skispringerinnen waren am Start.
Den besten Eindruck in der stark dezimierten Konkurrenz haben dabei die Japanerinnen hinterlassen: Sara Takanashi entschied die ersten beiden Durchgänge für sich und verzichtete danach auf einen dritten Versuch. Ihre Teamkollegin Yuki Ito, auch in den beiden vorherigen Durchgängen schon stark, lag dann im letzten Durchgang ganz vorne.
Die deutschen Skispringerinnen haben geschlossen auf das Training verzichtet. Für das Mixed sind mit Selina Freitag und Agnes Reisch ohnehin bereits die beiden besten DSV-Skispringerinnen vom Samstag gesetzt.
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