Der Auftakt des langen Grand-Prix-Wochenendes in Val di Fiemme wird überschattet von einem schweren Sturz: Eva Pinkelnig kann ihren Sprung im Finale nicht stehen, schreit daraufhin lauthals vor Schmerzen. Der ÖSV befürchtet eine ernsthafte Verletzung.
Die österreichische Skispringerin Eva Pinkelnig hat beim Sommer-Grand-Prix in Val di Fiemme (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos) einen schweren Sturz erlitten. Im zweiten Durchgang kam die 37-Jährige bei der Landung nach 97,5 Metern zu Fall, nachdem sie mit den Skiern verkantete. Unmittelbar nach dem Aufprall schrie Pinkelnig laut vor Schmerzen.
Sofort eilten Sanitäter und Betreuer zu Hilfe. Pinkelnig wurde minutenlang im Schanzenauslauf untersucht, während im Stadion gespenstische Stille herrschte. Athletinnen, Trainer und Zuschauer zeigten sich sichtlich betroffen. „Es wird eine Verletzung im linken Knie befürchtet. Sie wird schnellstmöglich in die Privatklinik Hochrum für eine genauere Untersuchung gebracht“, teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) kurz danach mit.
Cheftrainer Thomas Diethart erklärte: „Wir sind gleich in die Organisation gegangen, sie möglichst schnell zur unseren Ärzten nach Innsbruck zu bringen, wo sie gut betreut ist. Ich habe mit ihr gesprochen und sie steht noch unter Schock. Es ist schwierig einzuschätzen, wie es ihr wirklich geht.“
Diagnose steht noch aus
Bis zu ihrem Sturz hatte Pinkelnig einen soliden Wettkampf absolviert und war nach dem ersten Durchgang auf Rang zehn gelegen. Mit ihrem Sprung auf 97,5 Meter deutete die sie an, dass sie im Feld gut mithalten konnte. Doch das Geschehen wurde schlagartig vom Sturz der ÖSV-Skispringerin überschattet – den Tagessieg sicherte sich am Ende die Kanadieren Abigail Strate.
Besondere Brisanz erhält der Vorfall, weil es sich bei dem Sommer-Grand-Prix in Val di Fiemme um die Generalprobe für die Olympischen Winterspiele 2026 handelt. Ausgerechnet auf der künftigen Olympia-Schanze kam die Gesamtweltcup-Siegerin von 2022/2023 schwer zu Fall – eine genaue Diagnose steht zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch aus.
» Event-Übersicht: Zeitplan & Infos zum Sommer-Grand-Prix in Val di Fiemme
Pinkelnig war in ihrer Karriere bereits mehrfach schwer verletzt: 2016 zog sie sich bei einem Sturz in Ramsau eine Gehirnerschütterung und weitere Kopfverletzungen zu, die längere Ausfallzeiten nach sich zogen. Im Dezember 2020 verunglückte sie im Training in Seefeld erneut schwer und erlitt dabei einen Milzriss, der eine sofortige Notoperation erforderlich machte.
Zuletzt kämpfte die Vorarlbergerin Anfang 2024 mit Knieproblemen. Untersuchungen ergaben eine Teilruptur des vorderen Kreuzbandes sowie einen Knorpelschaden.
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Die Schanze scheint ja sehr anfällig für Verletzungen zu sein, ich hoffe bei Olympia erwartert uns nicht ein Verletzungs Hammer.