Domen Prevc gewinnt nach einem spannenden Finale beim Skiflug-Weltcup am Kulm in Bad Mitterndorf und verhindert ganz knapp den ersten Sieg von Stephan Embacher. Beim ersten Skifliegen landen auch zwei Deutsche in den Top Ten.
Mit SprĂŒngen auf 213,5 und 228,5 Meter sicherte sich Domen Prevc den Sieg beim ersten Skiflug-Weltcup der Saison. Der dominierende Skispringer der Saison erzielte am Samstagmittag am Kulm im österreichischen Bad Mitterndorf insgesamt 433 Punkte und setzte sich damit ganz knapp gegen den Ăsterreicher Stephan Embacher durch, der auf 215,5 und 204,5 Meter (401,1 P.) kam. Den dritten Platz belegte mit Jonas Schuster (215,5 und 204,5 m; 401,1 P.) ein weiterer Ăsterreicher, der erstmals im Weltcup auf dem Podest landete.
Bis zum packenden Finale sah es noch danach aus, als könnte Stephan Embacher vor heimischem Publikum den ersten Weltcupsieg seiner noch jungen Karriere feiern. Der Super-Team-Olympiasieger von Mailand und Cortina d’Ampezzo lag vor 13.100 Zuschauern nach dem ersten Durchgang mit immerhin 6,5 Punkten Vorsprung noch vor Prevc.
Doch der Slowene konterte im zweiten Durchgang die klare Bestweite – und setzte sich mit 1,1 Punkten Vorsprung am Ende hauchdĂŒnn gegen den starken Ăsterreicher durch. „Das war ein super Tag fĂŒr mich, obwohl ich gestern und auch heute im ersten Durchgang noch Probleme hatte. Es war nicht einfach, den Absprung zu treffen, aber der zweite Sprung war dann fantastisch“, jubelte Prevc nach dem 21. Weltcupsieg seiner Karriere.
Raimund und Wellinger in den Top Ten
Im Kampf um die PodestplĂ€tze waren die deutschen Skispringer Ă€hnlich wie schon Ende Januar bei der Skiflug-WM nur Nebendarsteller – im Gegensatz zu Oberstdorf landeten mit Andreas Wellinger und Philipp Raimund diesmal aber immerhin zwei Athleten aus dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher unter den besten Zehn.
Raimund landete mit 203,5 und 209,5 Metern als bester DSV-Skispringer auf Platz sechs. Wellinger, nach dem ersten Durchgang mit 206 Metern noch auf dem sechsten Platz gelegen, fiel im Finale mit 197 Metern auf Rang neun zurĂŒck.
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Felix Hoffmann springt seiner frĂŒheren Form weiterhin hinterher und ist nach 183 Metern sowie Platz 32 ebenso wie Luca Roth (34.) und Pius Paschke (37.) nach dem ersten Durchgang vorzeitig ausgeschieden.
Nur Stoch im Finale: Polen mit kleinem Debakel
Die polnische Mannschaft erlebte beim ersten Wettkampf nach den Olympischen Winterspielen in kleines Debakel: In Abwesenheit vom doppelten Olympia-Medaillengewinner Kacper Tomasiak erreichte einzig Kamil Stoch den Finaldurchgang, kam aber nicht ĂŒber einen 23. Platz hinaus.
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Auch fĂŒr die eigentlich so flugstarken Norweger gab es bei teils schwierigen Bedingungen nicht viel zu holen – bester war am Ende Johann Andre Forfang, der immerhin 13. wurde.
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Am Sonntag startet bereits um 12 Uhr zunÀchst die Qualifikation, bevor um 13:30 Uhr (alles live bei skispringen.com) das zweite Einzel-Skifliegen des Wochenendes auf dem Plan steht.
Mehr dazu gleich hier bei skispringen.com.

Also dass man bei den Bedingungen wie im 1.Durchgang 2 Gates bei Domen runtergeht, ist schon unfair. Die Notwendigkeit habe ich nicht gesehen, bei ĂŒber 15 Pluspunkten kann selbst ein Prevc nicht zaubern. Ăberhaupt haben wir diese Saison noch keinen einzigen weiteren Wettkampfsprung ĂŒber 233,5m gesehen, einschlieĂlich WM. Eine Weite, die Johannes Lamparter, der noch nie auf einer Flugschanze war, mit dem entsprechenden Anlauf locker ĂŒbertriffen hat. Was fĂŒr Schisser sitzen da nur in der Wettkampfleitung???
Du sagst es doch selbst: Schisser!
Sieht man ja auch an dem sehr,sehr odt zu eng „gestrickten“ Korridor: Wenn ich – sarkastisch – nur 1,3 – 1,4 m/s zulasse, dann sind 1,2 und 1,5 „drauĂen“. Auch der Korridor, wo man immer noch passabel springen könnte, könnte oft gröĂer dimensioniert sein. Aber: s. 1. Zeile. Irgendwo – war es Doha, Dubai oder Katar? – bauen sie doch eine groĂe Schnee-Turnhalle. Dann wird alles besser đ
Danke an die Jury. Das erreichen der Hillsize wurde erfolgreich vermieden.
Nach diesem ersten Durchgang bei gleichbleibendem bis stĂ€rker werden RĂŒckenwind nur 1 Luke hochzugehen war wieder ein Schlag ins Gesicht.
Das ist eine Frechheit den Zuschauern gegenĂŒber. Wie viel konstantere Bedingungen brauchen diese Schnarchzapfen noch?
Zumal es fĂŒr Domen auch echt kritisch werden kann dieses Gate-Hopping, wenn er mit zu geringer Geschwindigkeit kleine Fehler macht oder der Wind sich Ă€ndert. Wie hier im 1.Durchgang und bei der WM. Das geht dannn mal schnell Richtung 150m. Auf der anderen Seite an die 240m mit Knautschlandung wie in der Probe. schon ticky fĂŒr die FIS
Richtig: Die „Stadion-Stille“ sagte alles – ohne ein Wort.
Selbst die Kommentatoren bemÀngelten mehrmals deutlich die Vorgehensweise.
Mein Eindruck aus der Gesamtsaison bisher: a) Die Jury ist oft nicht Herr der Lage, und b) die Punktrichter oft parteiisch oder schlicht ungeeignet. Fazit: Soviel ObjektivitĂ€t wie 2025/26 blieb noch nie „auf der Strecke“ (im wahren Sinn des Wortes).