Stephan Embacher überrascht zum Auftakt des ersten Weltcup-Wochenendes im Skifliegen und lässt nicht nur Top-Favorit Prevc hinter sich. Das DSV-Team qualifiziert sich geschlossen, kann aber nicht ganz vorne mitmischen.
Mit einem Sprung auf 219 Meter sicherte sich Stephan Embacher den Sieg in der Qualifikation für den ersten Skiflug-Weltcup der Saison. Der Österreicher erzielte am Freitagmittag auf der Kulm-Skiflugschanze in Bad Mitterndorf insgesamt 210,4 Punkte und setzte sich damit gegen Naoki Nakamura durch, der auf 218,5 Meter (208,9 P.) kam. Den dritten Platz belegte Domen Prevc aus Slowenien mit 208,5 Metern und 205,3 Punkten.
„Der ganze Tag war sehr cool. Gelungener Start am Kulm – das ist wichtig für das Wochenende. Der Sprung war vom Tisch her richtig gut, danach hatte ich aber noch einen Fehler. Doch das grundsätzliche Niveau ist schon sehr gut“, freute sich Embacher, der erstmals am Kulm in seiner österreichischen Heimat am Start ist.
Geiger bester Deutscher – Raimund mit Problemen bei der Landung
Die deutsche Mannschaft wird den ersten von zwei Wettkämpfen des Wochenendes in voller Mannschaftsstärke starten – aufgrund eines zusätzlichen Quotenplatzes stehen dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher nach den Olympischen Winterspielen wieder sechs Startplätze zu Verfügung.
Den besten Eindruck auf der Skiflugschanze im Süden Österreichs hat überraschend Karl Geiger hinterlassen, der mit 214 Metern den zwölften Platz belegt hat. „Er hat sich gut hineingearbeitet heute, auch wenn schon noch ein bisschen was fehlt“, analysierte Horngacher.
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Philipp Raimund hatte nach starken Trainingssprüngen vor allem mit Problemen bei der Landung nach 206 Metern zu kämpfen und belegte damit nur den 17. Platz noch hinter Teamkollege Andreas Wellinger (15.). „Er war nicht ganz optimal, nachdem er zwei eigentlich sehr gute Trainingssprünge gezeigt hat“, sagte Horngacher über den Olympiasieger.
Noch deutlich Luft nach oben gelassen haben Pius Paschke (29.), Luca Roth (35.) und Felix Hoffmann (36.).
188 Meter: Kraft zittert sich in den Wettkampf
Weiterhin nicht optimal läuft es für Stefan Kraft, der vor heimischem Publikum nur mit Glück einem kleinen Debakel entkommen ist: Der österreichische Routinier landete nach einem starken Trainingssprung vor 5.200 Zuschauern schon nach 188 Metern. Für ihn sah es lange nach dem vorzeitigen Aus aus – doch am Ende reichte ein 40. Platz noch gerade so für die Teilnahme am ersten Durchgang am Samstag.
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Deutlich besser lief es für seine Landsleute Daniel Tschofenig und Maximilian Ortner, die die Plätze vier bzw. fünf belegt haben. Gemeinsam mit Jonas Schuster (8.) landeten also gleich vier Österreicher in der Vorausscheidung un den Top Ten.
Zwei Norweger disqualifiziert, zwei Japaner nicht am Start
Benjamin Oestvold wurde wegen eines irregulären Sprunganzugs disqualifiziert – und kassiert für den zweiten Wettkampf am Sonntag die rote Karte, ist also nicht startberechtigt. Sein norwegischer Teamkollege Isak Andreas Langmo sowie der Slowene Anze Lanisek wurden schon vor seinem Sprung von den Materialkontrolleuren aus dem Rennen genommen.
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Gar nicht erst an den Start gehen konnten die beiden Japaner Ren Nikaido und Tomofumi Naito, die aufgrund eines technischen Defekts eines Flugzeugs in Tokio nicht rechtzeitig in Österreich eingetroffen sind. Beide hoffen nun auf den zweiten Wettkampf am Sonntag.
Am Samstag startet bereits um 12:30 Uhr zunächst der Probedurchgang, bevor mit dem Wettkampf ab 13:30 Uhr (alles live bei skispringen.com) dann der Kampf um die kleine Kristallkugel für die zusätzliche Gesamtwertung des Skiflug-Weltcups eröffnet wird.
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