Anze Lanisek sichert sich auf der Großschanze in Falun seinen ersten Saisonsieg und lässt einen jungen Österreicher knapp hinter sich. Die deutschen Skispringer um Wellinger und Geiger erleben einen deutlichen Rückschlag.
Mit Sprüngen auf 129 und 128,5 Meter sicherte sich Anze Lanisek den Sieg im zweiten Wettkampf im schwedischen Falun. Der Slowene erzielte auf der Großschanze insgesamt 262,9 Punkte und setzte sich damit gegen den Österreicher Stephan Embacher durch, der auf 128,5 und 129 Meter (259,9 P.) kam. Den dritten Platz belegte mit Domen Prevc (129 und 129 m; 258,7 P.) ein weiterer Springer aus Slowenien.
Kraft fällt im Finale zurück
Nach dem ersten Durchgang sah es noch danach aus, als könnte Stefan Kraft nur 24 Stunden nach seinem historischen Rekordsieg auf der benachbarten Normalschanze Weltcupsieg Nummer 47 nachlegen. Der Österreicher, der wegen seiner bevorstehenden Vaterschaft auf das anstehende Wochenende in Ruka-Kuusamo verzichtet, lag zur Halbzeit noch vor Lanisek und Überraschungsmann Ren Nikaido aus Japan in Führung.
Kurios: Unmittelbar bevor es im Kampf um die Podestplätze im Finaldurchgang entscheidend wurde, kam es zu einer technischen Panne mit dem Datensystem der FIS. Stephan Embacher wartete im Schanzenauslauf zunächst vergeblich auf sein Ergebnis. Erst im Nachgang nach einer längeren Unterbrechung des Wettbewerbs wurde der Österreicher in das bestehende Ranking einsortiert.
Kraft fällt zurück – Lanisek übernimmt Gelb
Bei später schwierigeren Bedingungen konnte Kraft seinen starken Sprung aus dem ersten Durchgang nicht wiederholen und fiel mit 119 Metern noch deutlich auf den neunten Platz zurück. Der Österreicher Daniel Tschofenig verpasste das Podium als Vierter knapp, während der Japaner Ren Nikaido vom dritten auf den achten Platz zurückfiel.
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Für Lanisek ist es der neunte Weltcupsieg seiner Karriere und der erste in dieser noch jungen Saison. „Es waren wirklich schwierige Bedingungen im zweiten Durchgang, aber natürlich freue ich mich sehr darüber, dass ich ruhig bleiben konnte“, erklärte Lanisek, der nun auch die Führung im Gesamtweltcup übernimmt.
Kein Deutscher in den Top Ten
Den deutschen Skispringern ist es beim vierten Einzelspringen des Winters diesmal nicht gelungen, im Kampf um die vorderen Plätze mitzumischen. Bester Deutscher wurde erneut Philipp Raimund, der zweimal auf 125,5 Meter kam und damit den elften Platz belegt hat. „Die Sprünge waren leider nicht mehr ganz so sauber, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber es war auch ein wilder Wettkampf mit wechselhaftem Wind. Man hat gesehen, dass durch die Bank weg einige es echt schwierig hatten“, analysierte Raimund im Anschluss.
Felix Hoffmann, nach der ersten Runde noch Zehnter, verpasste im Finale den Absprung und fiel mit 121 Metern auf den zwölften Platz zurück. Deutlich stabilisiert präsentiert sich inzwischen Pius Paschke (14.), der mit 121 und 123 Metern zumindest sein bislang bestes Saisonergebnis erzielt hat.
Wellinger und Geiger scheiden im ersten Durchgang aus
Ein düsteres Bild bot sich erneut bei den etablierten Kräften des DSV: Die Krise um Andreas Wellinger und Karl Geiger hat sich auf der Großschanze dramatisch verschärft: Wellinger kam nicht über 115,5 Meter und Platz 40 hinaus, Geiger reihte sich mit 115 Metern und Platz 41 direkt hinter ihm ein. Das vorzeitige Aus der beiden eigentlich gesetzten Punktegaranten dürfte die Alarmstimmung im Team von Stefan Horngacher weiter anheizen.
Andreas Wellinger, der bereits im Training Mühe hatte, den Rhythmus der Schanze zu finden, wirkte ernüchtert. Der Olympiasieger führte vor allem technische Probleme als Grund für sein Scheitern an: „Es hat heute einfach nicht funktioniert vom Timing, ich habe mich schon im Training schwergetan“, analysierte der 30-Jährige in der ‚ARD‘. Karl Geiger sieht hingegen trotz des enttäuschenden Ergebnisses Fortschritte bei sich: „Es liegt an mehreren Stellen, grundsätzlich weiß ich, woran es liegt. Auch wenn es heute nicht so auf der Ergebnisliste steht, waren heute ein paar positive Sachen dabei.“
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Die deutschen Skispringer waren nicht die einzigen prominenten Namen, die früh gescheitert sind: Auch der Norweger Halvor Egner Granerud (34.) und der Schweizer Simon Ammann (36.) sind vorzeitig ausgeschieden und ohne Weltcuppunkte geblieben. Timi Zajc aus Slowenien (51.) traf es sogar schon in der Qualifikation.
Schon am Wochenende bestreiten die Skispringer im nordfinnischen Ruka-Kuusamo ihre nächsten beiden Einzelspringen. Bereits am Freitag stehen ab 14:45 Uhr (MEZ / alles live bei skispringen.com) dann Training und Qualifikation auf dem Programm.

Noch was zu Horngacher, Steff ist ein super Trainer er weiß wie skispringen funktioniert, es liegt nicht am Trainer.
Klar weiss er das. Er ist immer so bierernst. Ist eben ein Malocher. Stundenlange Videoanalysen sind nicht immer zielführend. Ihm fehlt m. M. einfach die Lockerheit. Das überträgt sich oft auf die Jungs denke ich. Ohne Lockerheit und Spass wird’s schwierig in dem Sport.
Wenn quasi jeder Springer unter einem Trainer über Jahre hinweg schlechter wird, an wem liegt es dann Georg? Klar weiß er wie Skispringen geht. Aber trotzdem können und werden Fehler im Training passieren.
4 Springer die vor Horngacher ganz vorne waren haben aufgehört. Ja auch wegen dem Alter und Verletzung etc…. Aber auch weil sie nicht mehr an ihre Leistungen kamen. Siehe Freitag oder meinst du der hätte aufgehört, wenn bei dem alles funktioniert hätte? Oder Eisei? Oder Leyhe?
Dazu kommt Schmid, der war auf einem richtig gutem Weg, hatte die ersten Top Ten Plätze und wurde immer besser. Dann kam der neue Trainer und nach einer Saison ging die Spirale bergab. Schau dir mal die Ergebnisse von Geiger seit Amtsantritt von Horngacher an. Zu Anfang lief es noch gut und dann immer schlechter. Ich könnte bei jedem Springer so weiter machen. Außer Paschke und Raimund. Zur Zeit ist der beste Deutsche Hoffmann….. Wieviel hat der mit Horngacher trainiert?
Was bei Wellinger noch eine Rolle spielt, das er sich negativ über die Norweger an der Öffentlichkeit äußert. Ich hab solche Aussagen von den Österreichern noch nie gelesen. Hmmmm weil sie genau wissen das sie selbst auch gemogelt haben, also verhalten sie sich ganz ruhig genauso wie die Polen auch da hat der neue Kontrolleur die Anzüge gebaut und der weiß genau wie das geht er war davor viele Jahre für die Anzüge der Österreicher verantwortlich. Hmmmmmm
Bestraft wird aber eben, wer überführt ist. Ich bin auch schon „nicht bei Grün“ über die Ampel gelaufen. Einmal kam es aus einem Auto mit „verdächtig guten jobs“: Naaaaa!
?
wellinger springt gleich wie letztes Jahr, nur die Unterstützung vom großen Anzug fehlt. Die Technik ändert sich von heute auf morgen nicht beim Skispringer, das sind eingeschliffene Bewegungsabläufe in die man nur schwer eingreifen kann siehe z.B. bei allen Norwegern, Stefan Kraft springt seit Jahren auch gleich.
Herzlichen Glückwunsch Anze!!!Absolut verdient! Meist wird er ja von den Wertungsrichtern zu schlecht bewertet obwohl meist an Flug und Landung nichts auszusetzen ist. Wie oft gehen da 2-4 m verloren. Andere bekommen pauschal hohe Noten, egal wie sie gerade springen. Das ist seid jeher ein Problem. Die Richter sollten meiner Meinung nach durch eine KI ersetzt werden. Das ist doch technisch heute sicher möglich. Mit Horngacher sehe ich genauso. Die Jungs wirken seid Jahren so als wenn dort der Spass am Sport verloren gegangen wäre. Ich würde mir als Nachfolger Roar Ljøkelsøy wünschen!
Glaube nicht das es ein Norweger wird;o)
🙂 ja, alle Norweger sind böse 🙂 Machen wir uns nichts vor. Andere Nationen waren auch erfinderisch. Wurden halt nicht erwischt. Die neuen Regelungen find ich gut. Insbesondere die Anzahl der Anzüge zu reduzieren. Gut für Nationen, die es nicht so dicke haben. Jetzt noch die Haltungsnoten ohne parteiische Menschen hinbekommen, dann könnte es fast fair werden 🙂
Meiner bescheidenen Meinung nach haben die Kampfrichter „Freunde“ bei der Wettmafia. Anders sind die Siege von Stefan Kraft in der vergangenen Saison nicht zu erklären. So, nun bindet mich auf den Scheiterhaufen und bewerft mich mit Dreck, weil ich die Wahrheit gesagt habe!
Die Punktrichter gehören mal zu einer Schulung! Was die zusammenwerkeln, ist öfter nicht nachzuvollziehen.
Gibt es eigentlich einen Springer, außer Paschke, der sich in der Zeit unter Horngacher verbessert hat? Raimund hat gerade einen guten Lauf. Ansonsten fällt mir keiner ein. Mir fallen nur welche ein die schlechter geworden sind.
Leyhe
Eisenbichler
Geiger
Schmid
Wellinger usw…. er hat keinen verbessert
oh je…. Das wird eine traurige Saison. Eigentlich starten die Deutschen doch immer gut in die Saison und erleben dann ab der Vierschanzentournee den Einbruch. Wenn sie jetzt schon so unterirdisch springen, will ich nicht wissen was nach Weihnachten passiert.
Unter horngacher zeigt der Pfeil ja kontinuierlich nach unten. Due Talsohle ist jetzt langsam erreicht.
Hoffen wir mal das es ab nächster Saison mit dem neuen Trainer wieder bergauf geht.