Das Skispringen am Holmenkollen hinterlässt tiefe Gräben zwischen Trainern und FIS: Nach dem Boykott von Philipp Raimund wird nun klar, wie knapp auch andere Top-Stars vor einem Verzicht standen.
Die Ereignisse am Holmenkollen lassen die Skisprung-Welt auch nach dem Abbruch des zweiten Durchgangs nicht zur Ruhe kommen. Vor allem die sportliche Führung der Top-Nationen zeigt sich entsetzt über die Entscheidung der FIS, den ersten Durchgang bei widrigsten Bedingungen um jeden Preis durchzupeitschen.
Österreichs Chefcoach Andreas Widhölzl fand nach dem Wettkampf klare Worte der Kritik in Richtung des Weltverbandes.
Widhölzl mit scharfer Kritik an der FIS
„Da muss ich jetzt einmal die FIS kritisieren“, wetterte er im ‚ORF‘: „Sie wollten mit aller Gewalt einen Durchgang durchdrücken, damit das Ergebnis dasteht und eigentlich auf die Sicherheit der Athleten ein bisschen geschissen wird. Es war teilweise wirklich gefährlich. Das müssen wir so hinnehmen, aber cool war es nicht.“
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Für Widhölzl stand fest, dass bereits der erste Durchgang hätte abgebrochen werden müssen, um die Gesundheit der Springer nicht unnötig zu gefährden – die Absage des Finaldurchgangs sei „dringend notwendig“ gewesen.
Auch Prevc wäre beinahe nicht gesprungen
Wie berechtigt diese Sorgen waren, zeigte sich nicht nur im viel diskutierten Startverzicht von Philipp Raimund, sondern auch in der slowenischen Mannschaft. Nationaltrainer Robert Hrgota gab gegenüber dem Sender ‚RTV‘ zu Protokoll, dass auch seine Top-Athleten kurz davor standen, den Wettkampf gar nicht erst aufzunehmen.
„Bei beiden Jungs war ich mir unsicher, ob ich ihnen das grüne Licht für den Sprung geben soll“, gestand Hrgota mit Blick auf Superstar Domen Prevc sowie Anze Lanisek.
Letzterer verpasste den Sieg zwar nur um den Hauch von 0,1 Punkten, doch das sportliche Resultat war für den Coach nebensächlich: „Wir können es so sehen: Anze hat den Sieg nur um ein Zehntel verpasst, aber es hätte viel passieren können.“ Letztlich sei es lediglich dem Glück geschuldet gewesen, dass alle Teilnehmer sturzfrei blieben. Hrgota bezeichnete die spätere Absage des Finales daher als einzige richtige Entscheidung.
Gefährliche Situation schon in der Quali
Schon nach der Qualifikation am Freitag hatte das Lager der norwegischen Skispringer deutliche Kritik geäußert – zuvor hatte Marius Lindvik große Mühe, einen schweren Sturz zu verhindern und ist als Letzter der Qualifikation ausgeschieden.
„Es ist wirklich traurig, dass wir Athleten aus aller Welt hierher einladen und sie dann unter Bedingungen springen lassen, unter denen man eigentlich gar nicht springen sollte“, sagte etwa Kristoffer Eriksen Sundal und fragte offen: „Geht es hier wirklich noch um ‚Safety first‘?“
Raimunds Verzicht am Sonntag bezeichnete er danach im ‚NRK‘ als „reife Entscheidung“ und erklärte: „Es ist oft unangenehm, bei Wind zu springen. Und wenn man sich nicht komplett wohlfühlt, wenn man oben losfährt, macht es auch keinen Sinn zu springen.“
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1.Jeder Athlet dieser Sportart weiss das er permanent mit seinem Leben spielt. Der Mensch ist nunmal kein Flugzeug.
2. Die FIS und die verantwortlichen Funtionäre können nichts fürs Wetter. Ich bin mir sicher die wollen niemanden bewusst ins Krankenhaus oder ins Grab befördern. Aber die stehen unter so immensem Druck, das es sich sicher viele von Euch die nie was mit Leistungssport oder dem Veranstalten solcher Megaevents zu tun hatten auch nur annähernd vorstellen können.
3. Die verantwortlichen Trainer zu kritisieren ist der einzig richtige Ansatz. ABER: Auch die stehen bis zum Anschlag unter Erfolgsdruck, genauso wie viele Springer.
4. Die Springer selbst haben die grösste Verantwortung für sich selbst. Wenn die wie der pawlowsche Hund losjagen wenn der Trainer sie abwinkt dan würden die ohne Überlegung auch noch ganz andere Sachen machen wenn man sie losschickt…
5. Das Problem hat also viele Perspektiven die es zu berücksichtigen gilt.
6. Glück auf Planica!!!!!
Ich kann Widhölzl und Raimund nur rechtgeben. Vielleicht mal ein trainer-meeting auf dem Turm? Natürlich sehen wir lieber ein Springen als ein Nichtspringen. Aber nicht um diesen Preis. Da sind in der Vergangenheit tlw. Springen vor nur den letzten abgebrochen worden, wenn es sein musste. Natürlich schade, aber allemal sicherer.
Warum gibt der deutsche Trainer bei Hofmann frei wenn der Wind zu brutal ist egal ob grün er kann die Fahne oben lassen dann fährt Hofmann nicht weg
Nach-Analyse von mir: Seid ihr Echt Tatsächlich im Glauben Das FIS+Co. nach diesem Oslo Gesamtdebakel echt was dagegen tuen werden??? mein Zweifel habt ihr von mir…..die Frage ist doch ob Noch FIS irgendwas im Nachgang dazu äußern wird…..Gottseidank isch bald Saisonende…..
Bin selten Deiner Meinung, aber hier muss ich zustimmen.
Es wird sich weder bei den letzten Springen noch in der neuen Saison irgendwas ändern.
Man wird wieder versuchen, die Springen durchzuführen und damit dann die Anforderungen der Sponsoren zu erfüllen. Es geht um Geld, leider um sehr viel Geld.
Da ist es verlockend, es mit der Sicherheit der Springer nicht mehr ganz so genau zu nehmen.
Herzlichen Glückwunsch zum Sieg
@Hille
du bist der Einzige, der gestern gewonnen hat
Siehe mein Kommentar von gestern an die Herren Trainer…. Konsequenz und Eier am Turm sind gefragt!! Nicht nachträgliches lamentieren! Scheinheilig und ausweichend!
Warum reagieren die Trainer nicht geschlossen und ziehen ihre Sportler zurück wenn es doch um die Gesundheit ihrer Athleten geht? Das wäre doch ein Zeichen an die Fis gewesen. Ich kann euch das sagen.: jeder Trainer denkt hmm wenn der und der zurück zieht besteht die Chance das mein Athlet gewinnen kann
Wo bleibt eigentlich mein anderer Kommentar?? War er zu ehrlich Hmmmmm
Peter van Hal ja ich muss Ihnen Recht geben. Welche Verantwortung haben eigentlich die Trainer für ihre Sportler? Sowie es aussieht keine
Hallo Herr Widhölzl warum haben Sie nicht Ihre Sportler vom Turm geholt wenn es doch um die Gesundheit Ihrer Sportler geht. Sie haben genauso versagt wie die Fis! Legen Sie Ihre Fahne weg das ist nur Schau. Die Sportler haben Vertrauen auf Sie, aber warum winken sie ab wenn es gefährlich ist wofür stehen Sie eigentlich auf dem Trainerturm. Dasselbe gilt für alle Trainer keiner von Euch hat Eier in der Hose.
Nagträglich beschwerden äussern ist so schlecht! Im moment hätten die trainern zusammen kommen müssen und sagen richtung die FISmaffia: bis hier und nicht weiter, schluss jetzt!
So wie ich es gestern in meinem kommentar @eurosportNL gesagt habe.
Die Trainer hätten niemals ihre Sportler hier springen lassen dürfen. Unverantwortlich wie diese Funktionäre- Trainer wegen der finanziellen Einnahmen die Gesundheit der eigenen Springer aufs Spiel gesetzt haben.
Het debacle dat de FIS gisteren tentoon heeft gespreid heeft inderdaad absoluut niets meer met veiligheid te maken. Het gaat hier om puur financiele redenen.Schaam u FIS(SP)!