Damen absolvieren erste Sprünge bei der WM

Katharina Althaus und Maren Lundby bestätigen Favoritenrolle im Training

Der Montag in Seefeld stand ganz im Zeichen der ersten Sprünge der Damen im offiziellen Training. Dort präsentierten sich die Favoritinnen in guter Verfassung, in zwei Durchgängen waren deutsche Springerinnen ganz vorn.

Vier Trainingsdurchgänge absolvierten die weltbesten Skispringerinnen am Montagnachmittag auf der Toni-Seelos-Olympiaschanze in Seefeld, in jedem Durchgang war eine andere die Beste. Die Gesamtweltcupführende Maren Lundby, die als Topfavoritin gilt, setzte im ersten Training mit 102,5 Metern die Bestweite und gewann diesen Durchgang auch mit 74,4 Punkten. Im Zweiten war es dann ihre wohl stärkste Konkurrentin Katharina Althaus, die mit 102 Metern am weitesten sprang und mit 75,7 Punkten die Beste war. Sowohl Lundby als auch Althaus verzichteten dann auf das Nachmittagstraining.

Doch auch dort konnte eine Deutsche überzeugen: Juliane Seyfarth gewann den ersten Durchgang mit ihrem Sprung auf 95,5 Metern und 67,4 Punkten. Im abschließenden Durchlauf war die Slowenin Ursa Bogataj mit 101 Metern und 75,7 Punkten ganz vorne, nachdem sie zuvor zweimal Fünfte und Zweite wurde. Sowohl Deutschland als auch Slowenien und Japan waren mit fünf Springerinnen angereist und setzten dementsprechend eine teaminterne Ausscheidung um die Startplätze an. Während es bei den Sloweninnen nicht für Maja Vtic und bei den Japanerinnen nicht für Yuka Seto reichte, muss im DSV-Team Anna Rupprecht am Dienstag zuschauen. Ihre Trainingsleistungen waren unter dem Niveau der Teamkolleginnen.

DSV- und ÖSV-Team überzeugen auf ganzer Linie

Titelverteidigerin Carina Vogt nutzte, ebenso wie Anna Rupprecht, auch die Nachmittagseinheit, um Erfahrungen auf der Schanze zu sammeln. Mit den Plätzen acht, zehn, 13 und sieben war sie konstant im vorderen Mittelfeld zu finden. Diese Ergebnisse waren ein Spiegelbild ihrer Saison, in der sie die schlechteste des Quartetts war, das am Dienstag Gold holen soll. Ramona Straub belegte am Mittag die Ränge sechs und vier. Auf Augenhöhe bewegte sich die heutige Beste Österreichs, Chiara Hölzl: Sie wurde Dritte und Sechste und pausierte am Nachmittag.

Rückkehrerin Daniela Iraschko-Stolz, die zuletzt mit einer atypischen Lungenentzündung pausierte, nutzte hingegen alle vier Durchgänge. Und ihre Ergebnisse lesen sich, als sei sie nie weg gewesen; Die 35-Jährige wurde zweimal Zweite, dazu Zehnte und 14.. Auch Teamkollegin Eva Pinkelnig, die derzeit beste ÖSV-Dame im Gesamtweltcup, ging viermal über den Bakken und legte mit den Plätzen neun, drei, sechs und fünf ebenfalls einen starken Start in die WM-Woche hin. Gleiches gelang Bogatajs Landsfrau Nika Kriznar (Siebte, Neunte, Sechste und Fünfte). In den Reihen der Japanerinnen zeigten Sara Takanashi und Yuki Ito zumindest bei einem von zwei Versuchen am Nachmittag, was möglich ist; Beide wurden jeweils einmal Dritte am Ende des Durchgangs.

Vielzahl an WM-Neulingen dabei

Insgesamt 63 Athletinnen aus 19 Nationen hatten gemeldet – das ist ein Rekord für Nordische Ski-Weltmeisterschaften. Darunter waren auch erstmals Athletinnen aus Schweden (Astrid Moberg)  und der Slowakei (Viktoria Sidlova), sowie insgesamt 24 Springerinnen, die zum ersten Mal bei einer WM dabei sind. Von diesen 63 Starterinnen nahmen 50 Athletinnen  am frühen Nachmittagstraining teil, in der zweiten Einheit ab 16 Uhr dann 54, respektive 48.

Während der beiden Einheiten herrschten nahezu optimale Bedingungen: Leichter Rückenwind bei Sonnenschein und Temperaturen um 5 Grad Celsius. Während ein Großteil der Athletinnen überhaupt erstmals Sprungerfahrungen auf der Schanze sammelten, galt es für die Trainer, anhand der gesammelten Eindrücke, die Vierer-Teams für den Teamwettkampf zusammen- und aufzustellen. Der Wetterbericht für diese Weltpremiere verspricht ähnliche Bedingungen wie am Montagnachmittag.

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Der Probedurchgang beginnt um 15:15 Uhr, der erste Wertungsdurchgang im Rahmen der ersten Medaillenentscheidung für die Damen folgt um 16:15 Uhr (alles live bei skispringen.com).

Über Luis Holuch 65 Artikel
Ist seit Kindesbeinen an sport- und skisprungverrückt. Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig.

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