Wellinger mit Aufholjagd in die Top Ten

Raw Air: Johann Andre Forfang gewinnt in Oslo

Heimsieg beim zweiten Springen der „Raw Air“: Johann Andre Forfang springt am Holmenkollen in Oslo zum Sieg und setzt sich gegen Kobayashi durch. Andreas Wellinger landet nach starker Aufholjagd in den Top Ten.

Mit Weiten von 133,5 und 128 Metern sicherte sich Johann Andre Forfang den Heimsieg beim zweiten Einzelspringen der Raw-Air-Tour. Der Norweger erzielte vor heimischem Publikum am Holmenkollen in Oslo insgesamt 261 Punkte und setzte sich damit gegen Ryoyu Kobayashi aus Japan durch, der auf 129 und 127,5 Meter (260 P.) kam. Den dritten Platz belegte Vortagesieger Stefan Kraft aus Österreich mit 132 und 124 Metern (254,9 P.).

Nach dem ersten Durchgang sah es noch einem Sieg von Domen Prevc aus: Der Slowene fĂŒhrte das Feld zur Halbzeit vor Kraft und Forfang an, fiel im zweiten Durchgang mit 121 Metern aber noch auf den vierten Platz zurĂŒck. In der Gesamtwertung ĂŒbernimmt Stefan Kraft die FĂŒhrung, nachdem er schon die im Vorfeld durchgefĂŒhrte Qualifikation fĂŒr sich entschieden hatte.

Wellinger nach Aufholjagd in den Top Ten

Die deutschen Skispringer haben es auch zum Abschluss des Oslo-Wochenendes nicht geschafft, in den Kampf um den Sieg oder zumindest die PodestplÀtze einzugreifen. Andreas Wellinger lag nach dem ersten Durchgang mit 123 Metern noch auf dem 18. Platz, steigerte sich im Finale aber deutlich auf 128,5 Meter und katapultierte sich damit noch auf den achten Platz.

Daneben haben aus dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher außerdem Philipp Raimund (16.), Constantin Schmid (23.), Pius Paschke (25.) und Stephan Leyhe (30.) weitere Weltcuppunkte gesammelt. Karl Geiger springt seiner Form hingegen weiterhin hinterher und ist mit Platz 35 nach dem ersten Durchgang ausgeschieden.

» Event-Übersicht: Zeitplan & Infos zur Raw-Air-Tour am Holmenkollen in Oslo

„Das war ein sehr schwieriges Wochenende fĂŒr uns. Wie die Jungs heute agiert haben, war schon ein Schritt nach vorne, auch wenn wir im zweiten Durchgang ein bisschen Pech mit den VerhĂ€ltnissen hatten“, analysierte Horngacher im Anschluss.

» Weltcup-Kalender 2023/2024 (Herren): Alle Termine im Überblick

Fortgesetzt wird die „Raw Air“ nach einem Tag Pause am Dienstag in Trondheim: Dort steht ab 14:30 Uhr zunĂ€chst das offizielle Training auf dem Programm, bevor sich die besten 50 Athleten des Oslo-Wochenendes ab 16 Uhr (alles live bei skispringen.com) im ersten von zwei Einzelspringen erneut um wichtige Punkte duellieren.

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Über Marco Ries 869 Artikel
Inhaber und Chefredakteur von skispringen.com. Hat sich nach der Jahrtausendwende am Skisprungfieber anstecken lassen und 2009 dieses Angebot gegrĂŒndet. Studiert an der UniversitĂ€t Heidelberg und arbeitet nicht nur im Winter als freier Journalist und Autor (u.a. das Buch „UnnĂŒtzes Skisprungwissen“).

13 Kommentare

  1. Wenn mich jemand fragt, wie deutsch man sein kann, schick ich die Leute hier in die Kommentare.
    Besserwisser, die nicht einmal die Namen der Springer richtig schreiben können.

  2. Immer wieder lustig die Kommentare hier

    Wenn Ihr ausschließlich deutsche Siege wollt, dann sucht euch doch einfach einen neuen Fernseh-Sport
. Rodeln, Bob oder Dressurreiten könnte ich euch empfehlen


    • Wo steht, dass Deutschland den Reihensieger stellen soll? Fakt ist, dass sich keine andere Mannschaft ĂŒber die Saison so stark nach hinten entwickelt hat.

  3. Diesen Schlafwagenverein braucht niemand anschauen. Schade um die Zeit. Wir schauen auch seit 60 Jahren Skispringen. Ich wĂŒrde auch den Trainer hinterfragen!!!!
    Warten wir noch die nÀchste Saison ab???
    Denke, es werden sich viele Skispringen Zuschauer verabschieden, wenn sie weiterhin so schlecht springen.
    Ist eigentlich schade.

  4. Es wurde ja viel ĂŒber Krafts Noten geredet, viel seltsamer fand ich in Oslo die Bewertungen fĂŒr Jan Hörl. Immer 19.0 dabei, obwohl jeder Telemark geschummelt war, und der Abstand der FĂŒsse eine FusslĂ€nge nicht ĂŒberstieg.

  5. @ G Danke das D mal die Defizite im DSV ansprichst, das mache ich schon lange. Ich wurde hier aber immer nur als Besserwisser abgestempelt. Am Anfang der Saison hatteen die deutschen Springer Materialvorteile, das hat sich aber im Laufe der Saison geĂ€ndert. Wer gestern Hannawald genau zugehört hat, der hat muss es endlich verstehen was ich die ganze Saison wegen den AnzĂŒgen angesprochen habe, siehe Slowenen und Norwegen und in die andere Richtung Polen, was ich nicht ganz verstehen kann. Hafele ist ein super Anzugsbastler, der jahrelang fĂŒr die Österreicher super AnzĂŒge geschneidert hat, ich kenne Ihn persönlich schon lange als er noch selbst gesprungen ist. Bei der JWM hat ein DSV Athlet eine Medaille gewonnen, warum bekommt er danach nicht mal einen Einsatz? Die Österreicher geben doch Embacher auch ein Chance im WC zu starten um Erfahrung zu sammeln.Traurig was hier passiert. Z.B. Skispringen BaWĂŒ. wo sind die Skispringer aus dem erfolgreichen Schwarzwald? Danke das wars.

  6. Das nÀchste deutsche Trauerspiel.
    Karl Geiger ist nicht mehr KonkurrenzfĂ€hig. Leyhe noch bedingt. Aber Hauptsache Eisei muss im coc springen. Den hat er heute ĂŒbrigens mit Abstand gewonnen. Beim DSV lĂ€uft absolut was schief. So langsam sollten sie mal aufwachen. Die Mannschaft hĂ€tte eigentlich ein großes Potenzial. Aber man schafft es schon seit Monaten nicht ansatzweise dieses auszuschöpfen. Zur nĂ€chsten Saison muss endlich was passieren, sonst wird das Skispringen endgĂŒltig in der Versenkung verschwinden. Freitag wurde schon kaputt gemacht. Der nĂ€chste wird Eisei sein und wenn Karl Geiger nicht wieder in die Spur kommt wird der auch nicht mehr lange springen. Und da man talentierte Springer wie Schmid, Hamann oder Raymund nicht so aufbauen konnte, dass sie zu den besten gehören steht das Skispringen in Deutschland leider vor einem Scherbenhaufen. Seit Jahren schaut man sich das an, verĂ€ndert aber nichts. Passt zu der allgemeinen Lage in ganz vielen Sportarten in Deutschland. Sehr schade

    • Warum werden die Trainer nicht angegiftet, die sind doch verantwortlich fuer diesen Scherbenhaufen. Im Fernsehen wird der Pascke hochgejubelt, aber der war und ist immer noch 2.Klasse. Seit 75 Jahren sehe ich Skispringen, aber so schlimm wie es dieses Jahr ist , wars noch nie.

      • Nach 75 Jahren Skispringen ist es schon okay wenn man einiges verdrĂ€ngt. Die Steiert Rohwein Zeiten waren deutlich schlimmer. Genau wie die Zeit wĂ€hrend der Umstellung auf den V Stil.
        Trotzdem ist es wirklich nervig wie in jeden Jahr das letzte Saisondrittel abgeschenkt wird. JĂ€hrlich grĂŒĂŸen die deutschen SuppenhĂŒhner. 🙁

  7. Immerhin hat Wellinger im zweiten Durchgang etwas Schadensbegrenzung betreiben können.
    Der Rest war eher naja. Mal sehen, ob in Trondheim mehr zu holen ist.

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