ÖSV-Damen abermals überragend

Eva Pinkelnig und Chiara Hölzl feiern historischen Doppelsieg in Zao

Foto: tramplin.perm.ru

Auch am dritten Tag beim Weltcup in Zao schreiben die Österreicherinnen die Schlagzeilen. Eva Pinkelnig und Chiara Hölzl feiern einen Doppelsieg. Die DSV-Springerinnen zeigten eine Leistungssteigerung.

Aller guten Dinge sind drei: Eva Pinkelnig hat auch das zweite Einzelspringen in Zao und damit ihren dritten Weltcupsieg in Serie gefeiert. Mit Sprüngen auf 99 und 95 Meter erzielte die Österreicherin 226,5 Punkte und war damit wieder mal nicht zu schlagen. Chiara Hölzl (97,5 und 97,5 Meter; 224,7 P.) machte als Zweite den ersten ÖSV-Doppelsieg in der Geschichte perfekt. Zugleich war es der sechste Sieg in Einzel und Team für Österreich in Folge. Rang drei belegte die im Gesamtweltcup führende Maren Lundby aus Norwegen (92 und 92,5 m; 213,1 P.).

Sara Takanashi verpasste als Vierte ihren Podestplatz um 7,2 Punkte. Zum ersten Mal in der laufenden Saison schafften zwei deutsche Springerinnen den Sprung unter die besten zehn: Katharina Althaus belegte dank zweier konstanter Sprünge den fünften Platz, Juliane Seyfarth bejubelte mit Rang sechs ihr bestes Saisonergebnis. Mit Marita Kramer (Siebte) und Daniela Iraschko-Stolz (Neunte), die im Finale sechs Plätze gutmachen konnte, landeten einmal mehr insgesamt vier ÖSV-Damen in den Top Ten. Die übrigen Plätze dort belegten die beste Slowenin Nika Kriznar als Achte und Lara Malsiner aus Italien, der ebenfalls die beste Saisonplatzierung gelang.

Eder mit bester Saisonleistung

Ein gutes Mannschaftsergebnis erzielten auch die Russinnen mit Sofia Tikhonova als Elfte, Irina Avvakumova als 14. und Lidiia Iakovleva als 19. Avvakumova war indes punktgleich mit Lisa Eder, der ihre beste Saisonleistung gelang. Gleiches galt für die Französin Oceane Avocat Gros, die schlussendlich 24. wurde. Jacqueline Seifriedsberger wurde 16. und komplettierte ein abermals überragendes Mannschaftsergebnis der Österreicherinnen.

Agnes Reisch und Luisa Görlich lieferten solide Sprünge ab, tauschten im Finale noch die Plätze und wurden so 20. und 21.. Svenja Würth fiel im Finaldurchgang vom 22. auf den 27. Platz zurück.  Als einzige DSV-Starterin schied dagegen Selina Freitag aus. Die 18-Jährige leistete sich einen vergleichbaren Absprungfehler wie am Samstag, landete bei 76,5 Metern und verpasste als 36. erstmals in dieser Saison die Punkte. Ebenfalls nicht in den Punkten zu finden waren die beiden weiteren Italienerinnen Manuela Malsiner (34.) und Elena Runggaldier (39.).

Dreikampf um den Gesamtweltcup zeichnet sich ab

In der Qualifikation im Vorlauf des Wettkampfes mussten elf der 51 Athletinnen vorzeitig die Segel streichen. Darunter erwischte es auch die vierte Italienerin Martina Ambrosi, die durch den siebten Platz im gestrigen Teamspringen ihr Weltcup-Startrecht erlangte, nachdem sie am Freitag lediglich am Training teilnehmen durfte. Eine Schrecksekunde gab es hingegen für Susanna Forsström: Die Finnin stürzte bei einer Weite von 74,5 Metern, die für den Wettkampf gereicht hätte und brach sich dabei beide Ski und den Sturzhelm. Glücklicherweise trug die 24-Jährige jedoch nur Prellungen davon.

Im Gesamtweltcup ist Pinkelnig (509 Punkte) Lundby (510) nun bis auf einen Zähler nahegekommen. Chiara Hölzl (470) als Dritte ist den beiden auf den Fersen. Katharina Althaus machte durch ihr heutiges Ergebnis einen Platz gut und steht nun mit 275 Punkten auf Platz sechs.

Im Nationencup marschiert wie seit Saisonbeginn Österreich (2076 Punkte) klar voran, Japan (1155) folgt auf Platz zwei mit Respektabstand vor Norwegen (1058) auf Platz drei. Deutschland (819) zog durch das heutige Ergebnis wieder an Slowenien (809) vorbei und ist damit Vierter.

» Event-Übersicht: Weltcup-Saison der Damen 2019/2020

Für die Skispringerinnen geht es nun zurück nach Europa. Am kommenden Wochenende steht dann der Weltcup im rumänischen Rasnov an. Los geht es am Freitag mit der Qualifikation, am Samstag und Sonntag steht jeweils ein Einzelspringen an (alles live bei skispringen.com).

Über Luis Holuch 137 Artikel
Ist seit Kindesbeinen an sport- und skisprungverrückt. Seit 2010 als Journalist tätig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafür ist er bei skispringen.com auch primär zuständig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-Weltmeisterschaften 2020 in Oberwiesenthal.

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