Sieben Skispringer und drei Skispringerinnen bestreiten für den DSV das anstehende Weltcup-Finale in Planica. Die Nominierung von Bundestrainer Horngacher für das Skifliegen überrascht – denn ein bekannter Name kehrt plötzlich zurück.
Der Deutsche Skiverband (DSV) hat am Mittwoch offiziell seine Mannschaft für das anstehende Weltcup-Finale im slowenischen Planica (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos) nominiert. Neben den drei Skispringerinnen, die erstmals auf der größten Skiflugschanze der Welt mit dabei sind, überrascht die Nominierung der Männer von Bundestrainer Stefan Horngacher.
„Für das anstehende Saisonfinale gilt es nochmal alle Reserven zu mobilisieren. Wir haben zuletzt in Vikersund einen Schritt in die richtige Richtung machen können und wollen daher in Planica erneut weite Flüge zeigen“, erklärte Horngacher vor der Abreise nach Slowenien.
Hoffmann kehrt zum Finale überraschend zurück
Der Bundestrainer setzt grundsätzlich auf dieselbe Mannschaft, die zuletzt in Norwegen dabei war – mit einer Ausnahme: Überraschend kehrt Felix Hoffmann zum traditionellen Weltcup-Finale am Sonntag zurück, bei dem die besten 30 Athleten des Gesamtweltcups startberechtigt sein werden.
„Felix hat nach einem sehr positiven Training in der vergangenen Woche entschieden, am Saisonfinale teilzunehmen. Er möchte am Sonntag mit drei Flügen die für ihn sehr positive Saison beenden“, begründete Horngacher. Eigentlich war es geplant, dass der 28-Jährige nach zuletzt schwachen Ergebnissen die Saison nach den Wettbewerben am Holmenkollen in Oslo vorzeitig beendet.
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„Ich habe auf der Großschanze in Planica eine Einheit absolviert und bin von Sprung zu Sprung besser in Form gekommen. Mein System ist stabil, und ich hatte sehr viel Freude am Springen. Daher habe ich mich entschieden, am Sonntag beim Saisonfinale auf der Skiflugschanze in Planica an den Start zu gehen, und damit den Winter abzuschließen“, erklärte Hoffmann, der als Gesamtweltcup-Neunter beim Finale startberechtigt ist.
Letztes Skifliegen mit fünfköpfigem Männer-Team
Neben ihm gehören dem Team weiterhin Philipp Raimund, Andreas Wellinger, Karl Geiger, Pius Paschke, Luca Roth sowie Ben Bayer an. Diese sechs werden schon am Donnerstag in das Training und die Qualifikation für das erste Einzelspringen starten.
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Hoffmann kommt dann erst am Sonntag erstmals zum Einsatz, wenn ohnehin nur die Top-30 startberechtigt sind. Neben ihm sollen dann auch Raimund, Wellinger, Geiger und Paschke an den Start gehen.
Skispringerinnen fiebern Planica-Premiere entgegen
Besonders groß ist die Vorfreude auf das Planica-Wochenende bei den Skispringerinnen, die am Samstag ihren letzten Einzel-Wettbewerb der Saison austragen werden (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos).
Neben Katharina Schmid, die ihre Karriere auf der Mega-Schanze beenden wird, starten für den DSV auch Selina Freitag sowie Agnes Reisch. „Die Teamkolleginnen sind aber auch mit vor Ort, weil Planica schlussendlich der Abschied von Katharina Schmid ist“, sagte Heinz Kuttin: „Jetzt wäre es schön, einen super Flug von Katharina Schmid zu sehen, damit wir sie in Planica würdig verabschieden können.“
Auch Schmid selbst freut sich „mega auf Planica“ und erklärte: „Ich kann das jetzt einfach genießen, weil ich die 200-Meter-Marke in Vikersund endlich geschafft habe. Ich freue mich, in Planica alles aufzusaugen, freue mich auf das Skifliegen da.“
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Sorgen bereitet dem Frauen-Bundestrainer nur die Wetterprognose für das Wochenende: „Es soll eine Kaltwetterfront mit stürmischen Winden und Schneefall kommen. Hoffentlich kommt es so, dass es entweder ganz schlimm wird, und wir es gar nicht probieren oder die Wetterprognose tritt nicht ein, und wir können bei stabilen Verhältnissen springen. Es ist doch eine ganz andere Skiflugschanze, was eine große Herausforderung ist für den Frauenskisprungsport.“

Wünsche unseren Adlerinnen und Adlern weite Flüge,ich verneige mich vor diesen Sportlern und wenn möglich ohne irgendwelchen Anzugproblemen !!!!
ich hoffe dass die Männer ihren Trainer noch ein schönen Abschied geben
Wenn Horngacher die Startplätze-Zahl hat, nur zu!
Alles gute für die Katha! Dass sie es auch ohne die „5 Ringe“ dort mal noch so richtig reißt!