Im Manipulationsskandal um die norwegischen Skispringer bei der WM in Trondheim haben sich Cheftrainer Magnus Brevig und seine Assistenten entschieden, ob sie Berufung einlegen.
Der langwierige Rechtsstreit um den Manipulationsskandal im norwegischen Skispringen hat ein Ende gefunden: Die drei zentralen Figuren des Betreuerstabs – Cheftrainer Magnus Brevig, Co-Trainer Thomas Lobben und Servicetechniker Adrian Livelten – haben sich dazu entschlossen, die vom Internationalen Skiverband (FIS) verhängte Sperre von 18 Monaten endgültig zu akzeptieren.
„Haben uns mit dem Schicksal abgefunden“
Damit ist der Weg zum Internationalen Sportgerichtshof (CAS) vom Tisch und das Urteil innerhalb der Verbandsstrukturen rechtskräftig.
Thomas Lobben erklärte gegenüber dem norwegischen Sender ‚TV2‘, dass ein Einspruch schlicht keine praktischen Vorteile mehr gebracht hätte. „Die Begründung ist, dass es für uns keine praktischen Auswirkungen hat. Wenn wir jetzt Berufung einlegen, wird es fünf bis sechs Monate dauern, bis wir eine Entscheidung vom CAS erhalten. Dann haben wir unsere Strafe ohnehin mehr oder weniger abgesessen“, so Lobben.
Die Frustration über den Prozess bleibt dennoch spürbar: „Wir haben uns mit dem Schicksal abgefunden. Gleichzeitig ist da eine gewisse Frustration. Wir hätten grundsätzlich große Lust gehabt, weiterzumachen, aber im Moment macht es aus praktischen Gründen keinen Sinn.“
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Die 18-monatige Sperre läuft offiziell bereits seit dem 10. März des vergangenen Jahres, also seit der ersten Suspendierung im Zuge des Manipulationsskandals, und endet offiziell am 10. September dieses Jahres.
Trotz Sperre: Livelten wieder als Trainer aktiv
Ob die Trainer danach jemals wieder in den Weltcup-Zirkus zurückkehren, ist fraglich. Sowohl Magnus Brevig als auch Thomas Lobben haben sich laut ‚TV2‘ mittlerweile beruflich umorientiert und Jobs außerhalb des Sports gefunden.
Einzig Anzug-Spezialist Adrian Livelten ist dem Skispringen treu geblieben: Er arbeitet als Stützpunkttrainer beim „Team Olympiaparken“ in Lillehammer. Nachdem die FIS und der norwegische Verband grünes Licht für eine Tätigkeit auf nationaler und lokaler Ebene gegeben haben, betreut er dort junge Talente.

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