DSV-Frauen abgeschlagen

Triumph auf der Großschanze: Anna Odine Stroem krönt sich zur Doppel-Olympiasiegerin

Foto: imago / GEPA

Nach der Normalschanze triumphiert Anna Odine Stroem auch bei der olympischen Großschanzen-Premiere und setzt sich in einem packenden Finale gegen eine Teamkollegin durch. Die deutschen Skispringerinnen sind im Kampf um die Medaillen chancenlos.

Mit Sprüngen auf 130,5 und 132 Meter sicherte sich Anna Odine Stroem den Olympiasieg auf der Großschanze in Predazzo. Die Norwegerin erzielte am Sonntagabend bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d’Ampezzo insgsamt 284,8 Punkte und setzte sich damit gegen ihre Teamkollegin Eirin Maria Kvandal durch, die auf 129 und 133,5 Meter (282,7 P.) kam. Bronze ging an Nika Prevc aus Slowenien mit 128 und 127,5 Metern (271,5 P.).

Stroem ist damit die erste Olympiasiegerin von einer Großschanze – der Wettkampf war bei den Winterspielen von Mailand und Cortina d’Ampezzo erstmals Teil des olympischen Programms. Seit 2014 ist das Skispringen der Frauen olympisch, doch die Großschanze blieb bislang den Männern vorbehalten.

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Genau eine Woche nach ihrem Triumph auf der Normalschanze krönte sich Stroem damit zur ersten Doppel-Olympiasiegerin im Skispringen der Frauen – und verhinderte ganz nebenbei auch den von der in dieser Saison so dominierenden Nika Prevc ersehnten Einzel-Olympiasieg. Die Slowenin, im Vorfeld der Winterspiele als klare Top-Favoritin gehandelt, muss sich hingegen mit Silber und Bronze zufrieden geben.

Chancenlos: DSV-Skispringerinnen bleiben ohne Medaille

Für die deutschen Skispringerinnen gab es am späten Sonntagabend nicht viel zu feiern: Schon der erste Durchgang verlief für die Mannschaft von Cheftrainer Heinz Kuttin gar nicht nach Plan – mit dem negativen Höhepunkt, dass Katharina Schmid mit nur 96,5 Metern und Platz 42 schon nach dem ersten Durchgang ausgeschieden ist.

Doch auch Hoffnungsträgerin Selina Freitag sprang schon im ersten Durchgang hinterher, kam mit 115,5 Metern nicht über Platz 28 hinaus. Im Finale verbesserte sich die 24-Jährige dann mit 124 Metern immerhin noch auf Rang 17 – das Ergebnis ist trotzdem ein bitterer Rückschlag für die im Vorfeld beste DSV-Skispringerin.

Reisch wird beste Deutsche

An diesem Tag besser war Agnes Reisch, die mit 111 und 123 Metern als beste deutsche Skispringerin den zehnten Platz belegt hat. Juliane Seyfarth beendete den Wettkampf als 23. „Damit sind wir natürlich nicht zufrieden, ganz klar“, sagte Bundestrainer Heinz Kuttin.

Während die Olympischen Winterspiele für die Frauen damit beendet sind, haben die Männer am Montag noch eine letzte Chance auf Edelmetall: Im neuen Super-Team-Format – ebenfalls erstmals bei Olympia im Programm – treten zwei Athleten je Nation in drei Durchgängen an.

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Für die Skispringerinnen wird die Saison unterdessen erst am 28. Februar mit dem Weltcup im österreichischen Hinzenbach fortgesetzt.

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9 Kommentare

  1. Sehr schade für Kvandal, sie war klar die Beste, aber mit so einer Landung gewinnt man natürlich nicht Gold. Silber ist aber natürlich trotzdem ein Riesenerfolg, ich hoffe sehr, dass sie gesund bleibt. Unglaubliches Talent.

    Prevc dagegen fast ein bisschen tragisch. Da dominiert sie alle nach Belieben, nur um dann bei Olympia wie blockiert zu springen.

    • @Senni: Nika Prevc hat mir sehr leid getan. Sie hat dem Druck und der hohen Erwartungshaltung von aussen und dem sich wahrscheinlich auch selbstauferlegtem Druck und eigenen
      Erwartungen nicht standhalten können. Man darf auch nicht vergessen,dass sie erst 20 Jahre alt ist.

  2. Diese*r schwedische Punkterichter*in kann aber auch nicht ganz nüchtern sein.. eine 6,5!!! habe ich selbst bei den übelsten Stürzen noch nicht gesehen

    • Vielleicht sollte die F.I.S. aber auch da mal aufsichtsführend agieren. Ein Kriterien-Katalog z.B., womit welche Punktzahl möglich ist.
      Und auch gegen eine solche desaströse Bewertung vorgehen. Punktrichter oist nicht Freibrief und Narrenfreiheit!

    • Die Schweden sind halt keine Skisprungnation :]
      Zum Glück wird die schwächste Bewertung ja sowieso gestrichen, egal wie sie lautet…

  3. Das deutsche Skispringen ist endgültig ganz unten angekommen. Die Goldmedaille von Raimund überdeckt einen ansonsten desaströsen Auftritt des DSV. Die ganze Saison ist bei den Männern und auch bei den Frauen extrem enttäuschend

    • @g Sie sind ja lustig. Da wurd ein deutscher Springer Olympiasieger und Sie sprechen vom Abstieg. Defätist?
      Gerade die Frauen sind eine gute Saison gesprungen.

    • Felix Hoffmann auf Platz 8 der Gesamtwertung? Mit 17 von 20 Teilnahmen?
      Da wird das Suhlen im achso rekordverdächtigen Versagen der Deutschen schon schwieriger…

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